Wäsche richtig waschen

Prinzipiell ist Wäschewaschen nicht schwer. Wenn du ein paar Regeln oder Tipps berücksichtigst, kannst du dich im Handumdrehen über frisch gewaschene, nicht verfärbte oder eingegangene Wäsche freuen.
Wir zeigen dir, wie nichts schiefgehen kann:

Wäsche richtig sortieren

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Zunächst einmal solltest du deine Wäsche sortieren. Teile sie in folgende Kategorien ein:

  • bunt (Rottöne)
  • weiß
  • dunkel

Ist das erste Vorsortieren geschafft, solltest du jetzt die Feinwäsche, wie z.B. Stücke aus

  • Seide
  • Kaschmir
  • oder Wolle

heraussuchen.
Außerdem lohnt es sich einen Blick auf das Etikett zu werfen – sind bei deiner übrigen Wäsche “Sensibelchen” dabei, die maximal 30 Grad vertragen? Dann sortiere sie auf einen eigenen Haufen.

Tipp: Du kannst dir natürlich auch viel Arbeit ersparen, wenn du die Wäsche gleich in Wäschekörbe mit mehreren Fächern sortierst oder für jede Kategorie einen eigenen Wäschekorb anlegst.

Die wichtigsten Waschsymbole im Überblick

Waschsymbole sind fast schon überlebenswichtig für deine Kleidungsstücke. Sie zeigen an, was deine Kleidung verträgt und was nicht. Ist das jeweilige Symbol durchgekreuzt, heißt das logischerweise, dass diese Aktion deinem Stück gar nicht gut tun würde.

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Behälter mit Wellenlinie: Dieses Symbol zeigt dir an, ob du das gute Stück in der Waschmaschine waschen darfst (ist eine Hand abgebildet, ist nur Handwäsche erlaubt) und die Zahl darin, bei wie viel Grad. Ist das Symbol unterstrichen, bedeutet das, dass ein pflegeleichtes Waschprogramm, zwei Striche ein Feinwaschprogramm gewählt werden sollte.

 

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Dreieck: Siehst du dieses Zeichen auf dem Etikett, darfst du auch bleichen. Sind Striche dabei, ist nur Bleichen mit Sauerstoff erlaubt.

 

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Viereck: Zeigen sich Punkt(e) in diesem Zeichen, darfst du das gute Stück in den Trockner tun – bei einem Punkt bei maximal 60 Grad, bei zwei Punkten reicht das Standardprogramm. Striche bedeuten, dass du die Textilie “natürlich” trocknen lassen musst.

 

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Bügeleisen: Toll, das Kleidungsstück darf gebügelt werden. Ein Punkt bedeutet, maximal bei 110 Grad, zwei Punkte bei maximal 150 Grad und drei Punkte bei maximal 250 Grad bügeln. Ist das Symbol durchgestrichen, darf das Bügeleisen nicht zum Einsatz kommen.

 

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Kreis: In diesem Fall bedarf die Textilie einer besonderen – chemischen – Reinigung. Welcher, sagt der Buchstabe im Kreis. In jedem Fall ist es hierbei nötig, das Stück in die Reinigung zu geben.

 

Tipp: Schummeln ist in Ausnahmefällen erlaubt. So kann ein hochwertiger Kaschmirpullover oder ein Wollmantel durchaus einzeln bei 30 Grad, maximal 1000 Umdrehungen und maximal 30 Minuten lang gewaschen werden, auch wenn das Etikett etwas anderes sagt. Zumindest hat das unsere Erfahrung gezeigt – die Anwendung erfolgt selbstverständlich auf eigene Gefahr.
In jedem Fall solltest du so behutsam wie möglich mit empfindlichen Kleidungsstücken umgehen.

Wäsche waschen – mit dieser Anleitung klappt’s (auch bei Anfängern)

  1. Katzen-Check
    Hast du eine oder mehrere Katzen oder andere vorwitzige Haustiere zuhause? Dann lohnt es sich in jedem Fall die Maschine zuvor auf ihren Inhalt zu prüfen! Niemand drin – dann kann es weitergehen.
  2. Taschen leeren
    Prüfe jetzt Hosen-, Jacken oder Hoodietaschen auf ihre Inhalte. Entferne alles, was du findest. Du verhinderst so kleinere (Fusselepidemie) bis größere (kaputtes Handy) Katastrophen.
  3. Sonderbehandlung für “Kleinteile”
    Feine Socken oder Unterwäsche packst du am besten in ein entsprechendes Netz. So können sie nicht verloren oder kaputt gehen. Elektriker können dir Geschichten über Schäden an Waschmaschinen durch BH-Bügel erzählen.
  4. Auf links drehen
    Drehe nun bedruckte oder gefärbte Wäsche auf links – das schont sie. Wenn du magst, kannst du natürlich auch deine ganze Wäsche auf links drehen.
  5. (Nicht zu viel) Waschmittel einfüllen
    Jetzt gilt es das Waschmittel einzufüllen. Aber nicht zu viel – es ist durchaus schon vorgekommen, dass eine Waschmaschine deswegen überschäumt hat.
    Grundsätzlich reichen für 6 kg normal verschmutzte Wäsche bei mittlerem Wasserhärtegrad 120 ml aus. Diese Angaben stehen aber immer auch auf der Waschmittelverpackung.
    Wir empfehlen dir Waschmittelpulver statt Flüssigwaschmittel zu verwenden. Es ist nicht nur stärker in der Wirkung, sondern du kannst hier auch noch Plastik sparen.
  6. Waschprogramm einstellen
    Welches Waschprogramm das Richtige ist, kannst du leicht dem Waschetikett entnehmen.
    Natürlich kannst du auch “tricksen” und den Großteil deiner Wäsche bei einem pflegeleichten Programm waschen. So musst du nicht jedes Etikett prüfen (das dürften wohl die wenigsten machen) und 10 verschiedene Waschgänge vornehmen.
    Hauptsache, du gehst behutsam mit deiner Wäsche um – mit einer relativ niedrigen Schleuderdrehzahl, z.B. 1200, und einer verhältnismäßig geringen Temperatur, z.B. 40-50 Grad.
  7. Schleuderdrehzahl einstellen
    Je nach Waschprogramm ist die Schleuderdrehzahl höher oder niedriger. Je höher die Zahl, desto trockener kommt die Wäsche heraus, aber desto stärker wird sie auch belastet. Bei einem pflegeleichten Programm liegt die Zahl bei ca. 1200. Die Wäsche ist feucht, tropft aber nicht und wird geschont. Kaschmir, den du dich traust in der Waschmaschine zu waschen, solltest du maximal 1000 Umdrehungen zumuten.
  8. Temperatur prüfen und anpassen
    Beim Waschprogramm ist angegeben, bei wie viel Grad gewaschen wird. Hier kannst du ganz leicht die Temperatur anpassen. Experimentiere, ob es nicht auch 10 Grad weniger tun.
  9. Wäsche zeitnah aus der Maschine holen
    Stelle dir einen Timer und hole die Wäsche bald nach Ende des Waschgangs aus der Maschine. So läufst du nicht Gefahr, dass die Wäsche anfängt zu muffeln.
  10. Wäsche in den Trockner geben und/oder aufhängen
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    Haben die Etiketten deiner Kleidung das Ok gegeben, kannst du sie mit dem Trockner trocknen. Hänge aber Hemden und Blusen auf Kleiderbügel und zupfe sie ein wenig zurecht – so kannst du dir viel Gebügel sparen. Auch die Wäsche aus dem Trockner solltest du zeitnah entfernen, da sich sonst lästige Falten “festsetzen”.
    Tipp: Gebe keinesfalls BHs, bedruckte Kleidung, Kaschmir, Seide oder Wolle in den Trockner – diese Textilien würden kaputt oder eingehen.

Spezielle Kandidaten – so wäscht du Bettwäsche, Kopfkissen und Handtücher

Auch hier solltest du zunächst immer auf die Waschetiketten schauen, um zu prüfen, bei wie viel Grad die Textilien gewaschen werden und ob sie in den Trockner dürfen.
Grundsätzlich sollte aber Bettwäsche, Kopfkissen und Handtücher bei mind. 60 Grad gewaschen werden, um evtl. Bakterien “wegzukochen”.
Diese Textilien kommen jeden Tag mit dir in Kontakt – entsprechend wichtig ist eine gründliche Reinigung.

Trockner – ja oder nein?

Ein Trockner ist unheimlich praktisch – er spart viel Zeit, da lediglich Wäsche eingefüllt und nicht jedes Stück einzeln auf eine Wäscheleine gehängt werden muss.
Er sorgt außerdem für den nötigen Komfort nach Dusche oder Bad: Handtücher, die ohne Weichspüler gewaschen werden, werden bei höherem Wasserhärtegrad entsprechend ungemütlich und knochenhart.
Mit dem Trockner kannst du auf die Chemie in der Plastikflasche verzichten und kriegst trotzdem kuschelig weiche Handtücher.

Der Trockner hat aber auch seine Schattenseiten. Er zieht viel Strom und selbst im Schongang setzt der Vorgang der Wäsche zu. Durch diese Belastung verkürzt sich die Lebensdauer von Kleidungsstücken, die so getrocknet werden.

7 Tipps, damit das Wäschewaschen nicht zum Frust wird

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  1. Wenn die Wäsche “stinkend” aus der Waschmaschine kommt
    Sollte das einmal der Fall sein, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen riecht Wäsche, die zu lange feucht in der Maschine lag, gerne mal. Aber natürlich kann es auch sein, dass die Wäsche bei zu niedriger Temperatur gewaschen wurde. In jedem Fall ist es besser, wenn du deiner Kleidung noch einen Waschgang gönnst.
  2. Taschen leeren nicht vergessen
    Nichts ist ärgerlicher, als wenn die ganze Wäsche fusselig aus der Waschmaschine kommt. Und das nur, weil du in der einen Hosentasche ein Taschentuch vergessen hast. Noch fataler wird es, wenn sich dein Handy oder andere elektronische Geräte in Taschen versteckt haben. Prüfe also immer, bevor du die Wäsche in die Waschmaschine legst, die Taschen deiner Hosen, Röcke, Hoodies und Jacken auf Utensilien.
  3. Weniger ist mehr
    Solange es sich nicht um die Bettwäsche, den durchgeschwitzten Sportanzug oder die Handtücher handelt, reicht auch eine niedrigere Waschtemperatur. Das tut auch deiner Wäsche gut, muss sie so doch weniger aushalten. Schau im Zweifelsfall nach, was auf dem Wäscheetikett steht, da sonst das Risiko besteht, dass die Kleidungsstücke eingehen.
  4. Raus aus dem Trockner
    Lasse deine Wäsche nicht zu lange im Trockner liegen. Holst du sie gleich nach Vorgang aus der Maschine, kannst du noch mit der Hand erste leichte Falten glatt streichen. Liegt die Wäsche aber erstmal ein paar Stunden verknittert im Trockner, “festigen” sich die Falten und gehen in der Regel nur noch mühsam mit dem Bügeleisen raus.
  5. Lege ein Postfach für Single-Socken an
    Die leidige Sache mit den einzelnen Socken – die eine liegt ewig rum, bis der passende Partner wiedergefunden wird. Und taucht die andere Socke dann endlich wieder auf, ist die andere unauffindbar. Ärgere dich nicht über herumliegende einzelne Socken. Lege dir stattdessen neben Waschmaschine und Trockner ein “Postfach” für verlorene Socken an. Am besten geht das mit einem Utensilienhalter. Bewahre die einzelnen Socken darin auf und prüfe dann beim nächsten Waschtag, ob die passenden Pendants aufgetaucht sind.
  6. Linke Seite = Robuste Seite
    Dreh deine Kleidung vor dem Waschen auf links – so, dass die Seite mit den Nähten nach außen zeigt. Das verlängert nicht nur das Leben deines Kleidungsstücks ein wenig – besonders dann, wenn es bedruckt oder gefärbt ist -, sondern beugt außerdem noch Fusseln vor.
  7. Nie, nie, nie rot mit weiß mischen
    Dein weißes Ringelshirt mit den feinen roten Streifen ist das einzige rote Kleidungsstück in deiner Wäsche. Das nun einzeln zu waschen ist dir wirklich zu viel Umstand. Das geht doch gut mit der weißen Wäsche zu waschen. Immerhin sind die roten Streifen ja wirklich sehr fein. Denkst du.
    Besser nicht. Mische niemals rote (und seien es nur geringe Anteile) und weiße Wäsche – es sei denn, du möchtest vornehmlich rosa tragen.

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