Zuhause Ordnung schaffen

Ungemütliche, unaufgeräumte Zimmer und lästiges, stundenlanges Aufräumen haben nun ein Ende.
Wir zeigen dir, wie Du richtig Ordnung schaffst, rüsten dich mit einem Schlachtplan aus und haben außerdem diverse Tipps für dich, wie Du deinen Überraschungsbesuch in puncto Ordnung austrickst.

Wo anfangen – Ausmisten als optimale Ausgangsbasis

Am Anfang ist das Chaos und Du weißt nicht, wo Du anfangen sollst.
Nutze es, um richtig ordentlich zu entrümpeln.

Schließlich möchtest Du ja nicht Gegenstände, die Du nicht mehr nutzt und nur noch lästig findest, von A nach B verschieben um Ordnung zu schaffen.

Für die Entrümpelungsaktion kannst Du eine altbekannte Methode nutzen. Schnappe dir zunächst einen großen Karton.
Gehe Raum für Raum, Schublade für Schublade, deine Wohnung durch und werfe in diesen alle Gegenstände, die dir nicht mehr gefallen oder die Du seit über einem halben Jahr nicht bewegt oder betrachtet hast.

Nun legst Du dir wieder drei Kartons mit den folgenden Zwecken zurecht:

  1. Aufheben
  2. Verschenken oder Verkaufen
  3. Entsorgen

Sortiere dabei die Gegenstände in die Kisten um – sei dabei sehr selbstkritisch!
Ist immer noch zuviel in Kiste 1? Dann sortiere Gegenstände, bei welchen Du dir noch unsicher bist, in eine Kiste, versehen mit einem “Beginndatum” und “Verfallsdatum”.
Hast Du nach diesem Zeitpunkt diese Gegenstände nicht genutzt, kannst Du sie getrost entfernen.

Tipp: Hebe Gegenstände nicht auf, nur weil diese viel gekostet haben oder sie von einer nahestehenden Person stammen. Nicht das Weitergeben der Dinge, sondern das Stehenlassen selbiger ist Verschwendung.

Systematisch Ordnung schaffen in 6 Schritten

Nun geht es mit System weiter – denn nur so schaffst Du effektiv Ordnung.

  1. Checklisten erstellen
    Schreibe dir deine To-dos auf. Nur wenn Du deine Aufgaben auf dem Schirm hast, kannst Du diese gezielt nacheinander abarbeiten und so Stück für Stück Ordnung schaffen.
  2. Kleine Schritte: Schublade für Schublade
    Geh in kleinen Schritten vor. Nimm dir zum Beispiel zunächst die linke Schublade in deiner Küche vor. Brauchst Du wirklich fünf Korkenöffner? Nein, oder? Dann behalte nur den Besten.
    In der Schublade befinden sich eine Packung Nudeln und sonst nur Küchenhelfer?
    Dann ordne entsprechend um.
    Bist Du fertig? Dann auf zur nächsten Schublade.
  3. Von oben nach unten
    Räume, wenn Du Ordnung schaffst, stets von oben nach unten auf. Andersherum machst Du dir nur doppelt Arbeit.
    Beginne mit den Lampen, Regalen und Tischen, dann kommen Stühle, Teppiche und Böden an die Reihe.
  4. Oberflächen frei halten
    Vermeide Oberflächen (Fensterbrett, Esstisch, Couchtisch, Regal, etc.) als Abstellfläche zu nutzen. Sehe sie mehr als freien Raum, der höchsten für eine Vase mit Blumen oder eine Dekogruppe genutzt werden darf.
    Je freier Du diese Flächen hältst, desto ordentlicher wirkt der Raum und desto mehr Zeit sparst Du dir beim Putzen.
  5. Boden befreien
    Schnapp dir eine Kiste und räume alles, was auf dem Boden steht, hinein.
    Kann davon etwas weg? Nein? Dann räume die Gegenstände in Boxen oder in Stehordner. Ein freier Boden trägt essentiell zur ordentlichen Wirkung deines Zuhauses bei.
  6. Papiermassen aufräumen
    Besonders am Arbeitsplatz, aber auch gerne im Flur sammelt sich Papierkram an. Schnell sehen diese Räume unordentlich aus.
    Sammele die Dokumente, Notizen, Rechnungen und Post in einer Mappe, die du regelmäßig an festen Tagen in der Woche durchgehst und in entsprechende Ordner abheftest.

Ordnung schaffen mit Boxen

Boxen schaffen effektiv und einfach Ordnung. Sie unterstützen dich dabei Krimskrams unsichtbar zu machen und halten zusammengehörige Gegenstände an einem Platz:

  • Kleidung für die kommende Saison
  • Nähutensilien
  • Medikamente
  • Lebensmittel
  • Bastelsachen
  • Briefmarken, Briefumschläge, Postkarten
  • Papier, Blöcke

Achte, wenn Du Boxen erstehst, dass sie farblich nicht aus deiner Einrichtung hervorstechen. So wirken diese noch dezenter und schaffen zusätzlich Ordnung.

Je nach Raum eignen sich verschiedene Materialien. So bieten sich in Bad und Küche Drahtkörbe an, im Schlafzimmer wie im Büro kannst Du auf Pappe, Filz sowie Bambus zurückgreifen.

Zu Hause Ordnung schaffen

Möchtest Du in deinem Haushalt Ordnung schaffen, gehst Du dazu am besten Raum für Raum durch.

Küche in Ordnung bringen

In Küche Ordnung schaffen

In der Küche sollte so viel wie möglich hinter Türen verschwinden. Bedenke dabei aber, dass Du gut an die Gegenstände, die Du täglich brauchst, herankommen solltest und Du diese nach Kategorien sortiert, ordnest (Teller zu Teller).
Plätzchendosen zum Beispiel dürfen in den Keller in eine Weihnachtsbox wandern, da sie nur Platz wegnehmen, wenn sie nur einmal im Jahr benutzt werden.

Müsliflocken, Nudeln, Mehl, Gewürze, Zucker & Co. füllst du in schöne, große Glasbehälter.
Entferne bei dieser Aktion alle Lebensmittel, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben. Angebrochenes Geschirr kommt auch in den Müll.
Gewürze und Öle kannst Du zudem jeweils gesammelt in Drahtkörbe unterbringen und auf ein Regal stellen. Sieht schön und ordentlich aus nicht wahr?

Halte die Arbeitsplatte frei – nur die Kaffeemaschine und der täglich genutzte Wasserkocher dürfen da bleiben.
Magnetstreifen und Stangen für S-Haken bieten Platz für Küchenhelfer und gute Messer.

Den Esstisch solltest Du ebenso völlig frei halten.

Schlafzimmer ordnen

Im Schlafzimmer Ordnung schaffen

Ein täglich gemachtes Bett trägt viel dazu bei Ordnung zu schaffen.
Herumliegende Kleiderhaufen sind inakzeptabel und werden, wenn nötig, in einem hübschen Korb oder Wäschekorb zwischenverstaut.

Im Schlafzimmer bringst Du das Buch oder Tablet zum Einschlafen & Co. im Nachttischschrank unter.
Nur der Wecker und eine Nachttischlampe sollten auf dem Tisch stehen.

Kleidung, die ein Jahr nicht mehr getragen wurde, wird aus dem Kleiderschrank aussortiert. Die übrigen Stücke hängst Du bestenfalls auf oder liegst diese zusammen.
Socken wie Unterwäsche finden in einer Box oder Schublade Platz.

Taschen verstaust du in einem extra Regalfach.
Die Kleidung für die nächste Saison kannst Du im Schrank in Boxen verstauen.
Auch zusätzliche Bettwäsche findet hier Platz.

Büro aufräumen

Im Arbeitszimmer Ordnung schaffen

Der erste Schritt zu einem aufgeräumten Arbeitszimmer ist, alle Dokumente – den ganzen Papierkram von deinem Schreibtisch – in eine Ablagemappe zu packen.
Wenn Du besonders motiviert und vorbildlich bist, sortierst Du diese nach Kategorien (Rechnungen, Einladungen, To-Dos, etc.).
Im nächsten Schritt kannst Du diese in Ordner abheften.

Stifte und Ähnliches, welche Du täglich zum Arbeiten brauchst, schaffst Du in deine oberste Schublade – geordnet in entsprechenden Behältern, versteht sich.
Auf deinem Schreibtisch sollten sich nur noch PC, Tastatur und Maus befinden.

Vermeide Kabelwust unter deinem Tisch. Beschrifte die Kabel, binde sie zusammen und verstecke sie in einer farblich neutralen Leiste an der Wand oder unter dem Tisch.

Einen besonders ordentlichen Eindruck macht dein Büro, wenn Du Ordner und Stehordner in einer Farbe mit dem Regal hältst.

Bad in Schuss bringen

Im Bad liegt das Augenmerk darauf, Kleinkram zu sortieren und geordnet in Schränke zu stecken.

Verstaue Kosmetika und Utensilien zur täglichen Pflege in einem Spiegelschrank. In diesem verstaust Du sie in schönen Bechern (Lippenstifte, Zahnputzzeug) oder Dosen (Wattepads).
Prüfe Medikamente und Cremes auf ihre Haltbarkeit – diejenigen, die das überschritten haben, kommen weg.

Hänge Handtücher wieder an ihren vorgesehen Platz und verbanne nicht mehr genutzte in den Wäschekorb.
Toilettenpapier und Handtücher werden im Schrank verstaut.

Auch schick – und ordentlich – siehts aus, wenn Du größere Utensilien außerhalb der Schränke in Drahtkörbe stellst oder legst. Das dürfen beispielsweise Duschgel, Badeschwamm, Rasierer oder die Kleider, die Du am nächsten Tag anziehen möchtest, sein.

Wohnzimmer aufräumen

Im Wohnzimmer Ordnung schaffen

Das Wohnzimmer ist der Bereich, in dem Du und deine Gäste euch entspannen und wohlfühlen sollt. Sitzgelegenheiten müssen befreit und Oberflächen entlastet werden.

Couchtisch, Fernsehschrank oder Sideboard – räume diese Oberflächen frei. Nichts sieht unaufgeräumter aus, wenn dieses überfüllt sind mit Krimskrams, Schlüssel, Zeitschriften & Co. Blumen und 1-2 Dekogruppen sind erlaubt.

Zeitschriften, Bücher, Bonbonpapiere, Controller und Fernbedienung haben auf dem Sofa und den Sesseln nichts zu suchen. Falte Decken und schüttel Kissen auf – schon entsteht ein ganz neuer und einladender Bereich.

Nicht nur fürs Wohnzimmer gilt: Stapel auflösen und Boden freihalten. Zeitschriften oder Zeitungen gehören nicht in Stapel auf den Boden, sondern am besten in Stehordner oder Magazinhalter.
Auch die kostbaren Vinyl-Platten gehören nicht auf einen Stapel, der durch eine ungeschickte Bewegung umfallen kann.

Sei es Pflanzen oder Deko – aufgeräumter sehen diese aus, wenn Du diese nicht wild im Zimmer verteilst, sondern in Gruppen stellst. Besonders toll wirken sie, wenn Du sie in ungerader Zahl stellst.
Besonders schöne Stücke kannst Du in einem kleinen Schaukasten an der Wand platzieren.

Bücher verleihen deinen Räumen eine unheimlich gemütliche Atmosphäre.
Mehr Ruhe und Ordnung schaffst Du, indem Du diese farblich sortierst. Sieht auch noch hübscher aus und Du liegst damit voll im Trend (frag Pinterest)!

Schlachtplan für’s Ordnung schaffen

Damit dich beim Aufräumen nichts mehr aufhält, haben wir dir einen Schlachtplan erstellt.
Mit diesem kannst Du Schritt für Schritt Ordnung schaffen:

  1. Nicht mehr genutzte Gegenstände verschenken oder entsorgen
  2. Checkliste mit To-dos erstellen
  3. In kleinen Schritten vorgehen – Schublade für Schublade, Raum für Raum
  4. Von oben nach unten aufräumen
  5. Oberflächen entschlacken
  6. Boden befreien
  7. Papierkram in Mappe sammeln und abheften
  8. Zusammengehörige Gegenstände in Boxen, Dosen oder Körben aufbewahren

Schnell aufräumen – 7 Tipps für Überraschungsbesuch

Ordnung schaffen bei Überraschungsbesuch

Nicht immer bleibt so viel Zeit um die genannten Ratschläge zu beherzigen und in der Wohnung gründlich Ordnung zu schaffen.
Speziell wenn sich ganz spontan – wie schön – Freund oder Freundin zum Besuch ankündigt, bricht Hektik aus!

Aber keine Panik.

Wir haben dir 7 Tipps zusammengestellt, mit welchen Du dein Heim super fix ordentlich zauberst und deine Gäste in Erstaunen versetzt:

  1. Alles einsammeln
    Das ist die effektive Brachial-Methode. Schnapp dir einen Korb und geh mit diesem durch die Räume, die dein Gast betreten wird.
    Schmeiß alles in den Behälter, das nur ansatzweise nach Unordnung aussieht (Schmutzwäsche, Verpackung, Geschirr, etc.).
    Sieht doch gleich schon viel besser aus oder?
  2. Brennpunkt bestimmen
    Bestimme einen Raum in deinem Zuhause (hallo Schlafzimmer) als Sammelstelle für den Kram, den Du soeben eingesammelt hast. Gehe aber sicher, dass dies ein Raum ist, den deine Gäste nicht betreten.
    Wichtig: Schließe diese Tür fest zu.
  3. Nimm was mit
    Du kommst noch schneller voran und bist effektiver, wenn Du bei jedem Weg, den Du beim Aufräumen zurücklegst, etwas in einen anderen Raum mitnimmst.
  4. Katzenwäsche – ruckzuck sauber machen
    Gehe mit einem feuchten Lappen über auffällige Oberflächen wie das Sideboard, Arbeitsflächen und Tische.
    Die ganze Wohnung zu saugen ist jetzt unrealistisch. Schnapp dir stattdessen den Handstaubsauger und entferne Staubflusen, Krümel und kleine Schnipsel.
    Im Bad gilt es mit Wasser und Seife (steht ja schon bereit) fix über das Waschbecken und Armatur zu streichen – die übrigen Oberflächen wischst Du mit einem feuchten Lappen ab.
  5. Verstecken, verstecken, verstecken
    Schränke mit Türen sind dein Freund.
    Die Quiche vom Mittagessen darf in den Backofen wandern, das dreckige Geschirr in die Spülmaschine. Sauberes Geschirr darf im Haufen in einen Schrank wandern und nach dem Besuch aufgeräumt werden.
    Hauptsache, Gegenstände stehen erstmal nicht mehr unaufgeräumt herum und sind versteckt.
  6. Lounge herrichten
    Wohin gehen die Gäste zuerst, wenn sie angekommen sind? Richtig. Zum Sofa und Sessel.
    Lege die Decke zusammen, schüttel die Kissen auf und schmeiße Geschirr vom Mittagessen, Zeitschriften und Kleinkram vom Couchtisch in besagten Korb von oben.
    Jetzt kann sich dein Gast wohlfühlen.
  7. Ein schönes Willkommen schaffen
    Heiße deine Gäste mit einem aufgeräumten Empfangsbereich willkommen. Siedle dazu einfach alles, was an der Garderobe hängt (Winterjacken, Taschen, etc.) oder auf dem Boden herumliegt in den anfangs erwähnten Brennpunkt um.

Beeilst Du dich, sollten dir diese Tipps binnen 10-15 Minuten aufgeräumte und gastgerechte vier Wände bescheren.

5 Regeln für dauerhafte Ordnung

Eine aufgeräumte Wohnung ist schön und gut. Aber das soll doch auch bitte so bleiben.
Möchtest Du die von dir geschaffene Ordnung halten, können dir folgende fünf Regeln weiterhelfen:

  1. Jeden Tag ein bisschen
    Stell dir einen Wecker auf 3 Minuten. Nimm dir diese täglich für jeden Raum – Bad, Flur, Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Esszimmer. Das wären dann ca. 30 Minuten täglich für Aufräumen. Das klingt viel – aber bedenke wieviel Zeit Du sonst für die ganze (!) Wohnung gebraucht hast und in dieser Zeitspanne nicht annähernd so viel geschafft hast.
    Dadurch, dass dir ein bestimmtes Zeitkontingent zur Verfügung steht, setzt Du dich selbst (positiv) unter Druck und räumst effektiver auf.
    Wenn Du diese Methode regelmäßig durchziehst, wirst Du merken, dass Du noch schneller werden und weniger Zeit brauchen wirst, da Du ja bereits am Vortag aufgeräumt hast.
    Große und hektische Aufräumaktionen erübrigen sich.
  2. Das Aufräumen planen
    Plane dir das Ordnung schaffen fest in deinen Alltag ein. Noch besser setzt Du dir auf deinem Handy in den Kalender eine Erinnerung, sodass Du das Aufräumen nicht vergessen kannst.
    Je disziplinierter und länger Du dich daran hältst, desto mehr gewöhnst Du dich daran und desto leichter wird es dir in Zukunft fallen.
  3. Regelmäßig entrümpeln
    Nur wenn Du die Gegenstände, die dich umgeben, regelmäßig nach ihrem Sinn und Nutzen für dich hinterfragst, kannst Du auf lange Sicht ein ordentliches Zuhause schaffen.
  4. Feste Plätze vergeben
    Jedes Ding hat seinen Platz. Oder sollte es zumindest haben.
    Weise jedem Gegenstand einen sinnvollen (!) Platz zu.
    Klopapier und Handtücher gehören in den Badezimmerschrank, Backpapier in die Schublade neben dem Backofen und Bettlaken in den Schrank im Schlafzimmer.
    Befinden sich die Dinge dort, wo Du sie benötigst, findest Du sie schnell und sie liegen nicht mehr irgendwo (unordentlich) herum.
  5. Häufchen auflösen
    Löse Häufchen oder Kramschubladen auf. Fülle dazu den Inhalt in eine Kiste und sieh nach, was Du davon wegschmeißen, abheften oder an einen sinnvollen Platz räumen kannst.
    Ist viel Dekokram dabei? Dann eröffne doch eine neue Kiste für diese mit Unterteilungen nach Anlass (Ostern, Weihnachten, etc.) und verstaue sie im Keller, solange Du sie nicht benötigst.