Minimalistisches Esszimmer

Denkt man an Minimalismus, kommen sterile Räume in den Sinn.
Minimalistisch zu wohnen muss aber nicht heißen alles aufzugeben und in einer kargen Einrichtung hausen zu müssen.

Wir zeigen dir Ideen und geben Tipps, wie Du ein wunderschönes, minimalistisches Zuhause gestalten kannst.

Was bedeutet Minimalismus?

Minimalismus steht für weniger. Weniger unnötige Gegenstände, die in der Wohnung herumfliegen und dich nur ärgern.

Minimalistisch zu wohnen bedeutet sich auf das Nötigste zu beschränken und zu reduzieren – auf das was Du wirklich brauchst. Das bedeutet aber auch auszumisten, zu entrümpeln und Platz zu schaffen. Materieller Ballast muss weg.

Minimalistisch zu wohnen bedeutet nicht, in kahlen und unpersönlichen Räumen zu verweilen. Ein minimalistisches Zuhause bietet dir eine gemütliche Zuflucht, die dich nicht durch ein Übermaß an unnützen Gegenständen vom Wesentlichen ablenkt und nicht zusätzliche Zeit fürs Aufräumen braucht.

Wohnung minimalistisch einrichten – 12 Ideen

Folgende Ideen helfen dir sinngemäß auszusortieren und deine Wohnung minimalistisch zu gestalten.

Schaffe Platz

Der erste Schritt zu einer minimalistischen Einrichtung ist das Aussortieren von all den Gegenständen, die keinen tatsächlichen Nutzen darstellen oder laut Expertin Marie Kondo nicht glücklich machen.
Gehe die Räumlichkeiten deiner Wohnung Schritt für Schritt durch und sammle diese Gegenstände ein. Und brauchst Du all diese Möbel? Welche stehen nur zu Dekozwecken da und verstauben?
Minimalistisches Wohnzimmer

Farben und Formen berücksichtigen

Auch für Farben und Formen gilt das Mantra: Weniger ist mehr.

Hinsichtlich der Farben bieten sich weiß, beige, grau und schwarz mit ihren Zwischentönen an.
Essentiell ist, dass die Farbwelt nicht bunt, sondern schlicht gehalten wird. Ziel soll ein beruhigendes und zusammenpassendes Konzept sein, das nicht ablenkt oder Unruhe schafft.

Idee: Um bestimmte Bereiche hervorzuheben, sollten statt verschiedener Farben vorzugsweise unterschiedliche Materialien bzw. Texturen zum Einsatz kommen.

Der skandinavische Einrichtungsstil hat schon viele Fans mit diesem Schema gefunden.

Bezüglich der Formen ist Klarheit angesagt. Kugeln, Quader, Kuben sind erlaubt, solange sie schlicht gehalten sind.

Idee: Du hängst an deiner (leider bunten) Büchersammlung? Kein Grund diese fortzugeben. Versehe die Bücher mit weißen oder schwarzen Umschlägen. So kehrt Ruhe in deinem Bücherregal ein.

Idee: Interessante Kontraste trotz eingeschränkter Farbpalette erhältst Du durch einen Mix von Formen und Materialien wie Holz, Beton, Metall, Glas & Co.

Behaglichkeit erhalten

Reduzierte Dekoelemente wie Einrichtungsgegenstände können einen zwar luftigen aber nicht ganz so gemütlichen Eindruck erwecken.

Um besagter Wirkung entgegenzuwirken und ein behagliches Zuhause zu schaffen bieten sich kuschelige Decken, schöne Kissen sowie schicke Strickplaids an.
Achte auch hier wieder darauf die Farbpalette einzuhalten.

Idee: Übertreibe es nicht mit der Menge an Kissen und Decken – eine Decke und drei Kissen reichen für minimalistisches Wohnen vollauf.
Minimalistisch gemütlich wohnen mit Decken

Deko in Maßen halten und ordnen

Dekoelemente müssen nicht allesamt aussortiert werden – lediglich besonders verschnörkelte und verzierte Elemente sollten dezimiert werden.

Vermeide Unruhe indem Du deine Dekosammlung beschränkst und diese in zusammengehörige Gruppen ungerader Zahlen (3 Vasen, 5 weiße Porzellanfiguren) positionierst.
Deko für minimalistisches Wohnen ordnen

Idee: Stelle nicht mehr als drei Dekogruppen pro Raum auf, sodass diese neue Ordnung nicht gestört wird. Noch aufgeräumter wirken die Elemente, wenn sie auf ein Tablett oder einen kleinen Teller gestellt werden.

Wände (größtenteils) frei halten

Halte so viele Wände wie möglich frei – so entsteht ein ruhiger Gesamteindruck. Soll doch ein heißgeliebtes Bild an die Wand?

Idee: Dann setze dieses eine (aber nur dieses eine) an einem besonderen Platz und mit Beleuchtung in Szene.

Das Bild selbst sollte kein zu verspieltes Motiv zeigen – geometrische Formen und Typografie eignen sich sehr gut für diesen Zweck.
Ein einfacher Rahmen ist Pflicht.

Kleinkram verstauen

Vielerorts kleine Haufen von Kleinkram wie Schlüsselbund, Kaugummi, Geldbeutel & Co. sehen unschön aus und haben noch dazu die lästige Angewohnheit zu wandern.
Sie befinden sich nie an dem Ort, an dem Du sie zuletzt zurückgelassen hast.

Idee: Teile diesem Kleinkram einen festen Platz in Form einer Aufbewahrungsbox zu. Sieht schöner und aufgeräumter aus – ganz im Sinne des minimalistischen Wohnens.

Minimalistische Möbel

Minimalistische Möbel
Minimalistische Möbel sollten schnörkellos sein sowie durch klare Linien und Formen auffallen. (Ein Biedermeier Sofa ist in diesem Fall die falsche Wahl.)
Ästhetik wie Funktion sollten sich in nichts nachstehen – so bietet beispielsweise der Beistelltisch, wenn möglich gleichzeitig Platz für eine versteckte Aufbewahrung.

Für eine minimalistische Einrichtung gilt: Je weniger Möbel, desto besser. Schnell erdrücken zu viele Möbelstücke einen kleinen Raum.
Um das zu vermeiden sollte das Mobiliar für mehrere Zwecke genutzt werden können.

Idee: Nutze beispielsweise den Esstisch auch als Schreibtisch. Je nach Größe deiner Wohnung könntest Du auch das Sofa als Bett nutzen.

Minimalistisch wohnen mit Pflanzen

Minimalistisch zu wohnen heißt nicht, dass Du gänzlich auf Pflanzen verzichten musst.
Setze nur hier auch wieder auf eine geringe Anzahl pro Raum.

Minimalistisch wohnen mit Pflanzen

Behalte nur die Pflanzen, die Du gerne ansiehst und die sich bei Dir wohlfühlen.
Statt bunter Blüten eignen sich einfache Grüngewächse für eine minimalistische Einrichtung, z.b. Geigenfeige, Palme oder ein großer Kaktus

Idee: Setze auf eine große Pflanze pro Raum oder auf eine Gruppe von drei kleinen Pflanzen (Sukkulenten).

Aufgeräumter Arbeitsplatz

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz wirkt Wunder für eine minimalistische Einrichtung. Schnell ist nämlich gerade dieser Platz Sammelstelle für eine Vielzahl von Dokumenten, Stiften und weiteren Kleinkram, der dich ablenkt.
Verstaue nahezu alles auf deinem Tisch in Boxen, Schubladen und eine Ablagemappe, wenn Du die Papiere nicht sofort abheften kannst.

Minimalistischer Arbeitsplatz

Stifte, Radiergummi und ähnliche Utensilien verschwinden in einer Stiftebox.

Idee: Die Stiftebox, dein PC, Tastatur und Maus sollten die einzigen Gegenstände auf deinem Schreibtisch sein, wenn Du nicht gerade dort arbeitest.

Minimalistisch wohnen mit Kindern

Eine minimalistisch eingerichtete Wohnung und herumliegendes Kinderspielzeug lassen sich nur schwer miteinander kombinieren.
Und Kinder zu vollkommenen Minimalisten zu bekehren wird wohl kaum möglich sein.

Entscheide gemeinsam mit deinen Kindern welche Spielsachen beispielsweise aussortiert werden können. Dafür kannst Du sie einen Gegenwert in Form eines Sterns notieren lassen – eine bestimmte Anzahl von Sternen könnte dann eingetauscht werden.
Lasse die aussortierten Gegenstände für einen bestimmten Zeitraum in eine Art Zwischenstation wandern. Zeigen die Kinder innerhalb dieser Zeit kein Interesse an diesen, können sie weitergegeben werden.

Minimalistisch zu wohnen ist gerade auch für Kinder schön – so wird neuer Platz zum Spielen und Spaß haben geschaffen.

Die Lösung sind Stauraummöglichkeiten, in welche Spiel- und Bastelsachen verschwinden können. So kommen die Kinder schnell an ihre Spielsachen, können aber genauso fix wieder aufgeräumt werden.

Idee: In großen Boxen finden die zahlreichen Spielsachen Platz, sodass auch das Kinderzimmer jederzeit schnell aufgeräumt ist. Die Farbnuancen und die schlichte Form unterstreichen den minimalistischen Charakter.

Idee: Auch Kindermöbel können minimalistisch wirken. Setze auf die gewohnte Farbpalette und klare Formen.

5 Tipps fürs minimalistische Wohnen

  1. Jedes Teil hat seinen Platz.
    Teile jedem Gegenstand in deinem Zuhause einen festen Platz zu. Mit einem aufgeräumten Heim unterstützt Du deine minimalistische Einrichtung.
    Außerdem sparst Du dir Zeit für lästiges Suchen, die Du nun sinnvoller nutzen kannst.
  2. Verstauen beruhigt das Auge.
    Das soll nicht heißen, dass Aufbewahrungsmöglichkeiten der Freifahrtschein für das Anhäufen weiterer ungeliebter Dinge sind.
    Gegenstände, die Du trotz des minimalistischen Wohnungsstils behalten willst und die noch keinen Platz gefunden haben, kannst Du nach Kategorien geordnet in Körbe packen.
    So wirkt deine Wohnung aufgeräumter und stilvoll eingerichtet.
  3. Beschränke Dich aufs Wesentliche.
    Überlege welche Einrichtungsgegenstände Du tatsächlich benötigst.
    Der Hocker im Flur, den Du eigentlich gar nicht schön findest, steht nur zu Dekozwecken dort? Ausmisten.
    Fertige eine Liste der Dinge an, die Du tatsächlich benötigst und regelmäßig nutzt. Alle anderen Gegenstände solltest Du daraufhin prüfen, ob diese dir noch Freude machen.
  4. Setze auf schlicht.
    Sei es die Farbpalette, die Formen der Möbel, die Muster der Textilien oder die Anzahl und das Design der Dekoelemente – halte es schlicht.
    Das Schöne am Minimalismus ist, dass durch diese “Eingriffe” eine unaufgeregte Atmosphäre entsteht, die dich herunterholt und entspannt.
  5. Befreie deinen Fußboden.
    Klingt radikal, ist aber hilfreich. Sammel alle Gegenstände, die auf dem Boden stehen (Zeitschriftenstapel, Sammlung alter Schallplatten, Kissen etc.) ein und sortieren diese aus bzw. in sinnvolle Behälter um.
    Schau dich um. Ist der zusätzliche freie Platz nicht befreiend und inspirierend?