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Endlich wieder Urlaub! Du freust dich unbändig, bis dir siedend heiß einfällt, dass du ja noch den Koffer packen musst. Doch was mitnehmen? Was darf in den Koffer?
Wir geben dir nicht nur eine Kofferpackliste an die Hand, sondern zeigen dir viele Tipps und Tricks, mit denen du deinen Koffer entlastest, platzsparend packst und deine (Geschäfts-)Kleidung knitterfrei ans Ziel bringst.

Was gibt es zu beachten beim Koffer packen?

Unser erster Tipp: Prüfe mittels einer Liste, was alles mit in den Urlaub soll. Zu diesem Zweck haben wir dir eine Kofferpackliste (weiter unten) im Checklistenformat zusammengestellt, mit der du abhaken kannst, ob du schon alles eingepackt hast.

Im Folgenden findest du die How-Tos für knitterfreies, platzsparendes, flugzeug- und businessfreundliches Kofferpacken.

1. Koffer platzsparend packen

Um den Koffer platzsparend zu packen, gibt es einige hilfreiche Methoden: Grundsätzlich ist es zum Beispiel schon so, dass du viel Platz sparst, wenn du deine Kleidung rollst, statt sie zu falten.
Hast du dann ganz viele Kleidungsröllchen fabriziert, stecke diese nicht nur einfach in den Koffer, sondern bringe sie platzsparend unter. Platziere sie beispielsweise in deinen Schuhen – auch Socken oder anderer Kleinkram darf dazu.
Stecke strapazierfähige Kleidungsstücke wie beispielsweise den dicken Hoody oder Wollpullover in Vakuumbeutel, die diese temporär “schrumpfen”.
Ersetze außerdem für den Urlaub deine Toilettenartikel in Standardgröße durch Artikel in Minigrößen oder fülle jeweils das Produkt in einen kleinen Behälter um.
Ziehe, um noch mehr Platz zu gewinnen, sehr platzeinnehmende Stücke, wie z.B. schwere Stiefel oder den großen Lieblingspullover, auf den Flug bzw. die Reise an.

2. Packen für die Geschäftsreise: Bluse, Hemden, Hosen & Anzüge

Du musst auf Geschäftsreise. Heißt, Blusen, Hemden, Hosen und ggf. ein Anzug müssen mit. Ergo: Kleidungsstücke, die gerne leicht knittern und doch für den Termin faltenfrei sein müssen.
Seidenpapier hilft, diese delikaten Stücke faltenfrei ans Ziel zu bringen. Falte die Kleidungsstücke wie gewohnt zunächst sehr sorgfältig ein, aber schlage sie diesmal in Seidenpapier ein. Ggf. kannst du außerdem noch die Ärmel deiner Blazer, Blusen und Hemden ausstopfen.
Willst du dir den Kampf mit dem Seidenpapier sparen, bieten sich Kleiderhüllen oder Koffer-Organizer als Schutz für deine Wäsche an.
Die feinen Schuhe kommen in die Organizertasche, sodass sie nicht zerkratzt werden.
Und: Je kompakter du packst, desto weniger kann deine Kleidung im Koffer herumfliegen und so Falten kriegen. Auch die Reihenfolge spielt für knitterfreie Wäsche eine Rolle: Packe schwere Kleidung nach unten und leichte, knitteranfällige Stücke oben auf.

3. Koffer packen bei Flugreisen – was ist erlaubt?

Die Regulierung des Gepäcks bei Flugreisen fängt schon beim Gewicht an. So darf der volle Koffer in der Regel maximal 20 kg wiegen – alles was drüber ist, kostet.
Je nach Airline kann diese Angabe natürlich variieren.
Auch die Maße des Koffers müssen eingehalten werden. Möchtest du zusätzlich größeres Handgepäck mitnehmen, solltest du auch hier auf die vorgeschriebenen Angaben zu Größe und Gewicht achten.
Dann geht es an den Inhalt selbst: Nicht in den Koffer sollten

  • Lithium Ionen Akkus (Batterien)
  • Feuerzeuge
  • o.Ä.

gepackt werden.
Ins Handgepäck dürfen keine

  • spitzen (u.a. Scheren) oder lebensbedrohlichen Gegenstände oder
  • Flüssigkeiten über 1000 ml in je 100 ml Behältern.

Packe insbesondere dein Handgepäck so, dass im Fall einer genaueren Kontrolle dir nicht beim Öffnen gleich alle Gegenstände entgegenfliegen. Besser: Packe die Gegenstände geordnet in “Pakete”, die du problemlos entnehmen und wieder zurücklegen kannst.

Eine Streitfrage: Rollen oder falten?

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Ob falten oder rollen die bessere Methode ist, hängt sehr vom jeweiligen Kleidungsstück ab.
So hilft beim dicken Wollpullover weder das eine noch das andere – hier ist ein Vakuumbeutel die platzsparendste Variante.

Fest steht jedoch, dass du grundsätzlich, wenn du deine Kleidung rollst statt faltest, beim Koffer packen weniger Platz brauchst. Auch knittert die Wäsche verhältnismäßig weniger. Hosen und Shirts aus Baumwolle lassen sich faltenlos aufrollen.
Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, solltest du sehr straff und sorgfältig rollen.
Beispiel: Lege zunächst das Shirt zur Hälfte zusammen. Rolle es dann straff auf.

Gewisse Kleidungsstücke hingegen faltest du jedoch besser. Zu diesen Kandidaten zählen in der Regel Blazer, Blusen – insbesondere solche aus Seide – und Hemden.
Wenn du sie dann noch in Seidenpapier einpackst, bringst du auch mit dieser Variante deine Kleidung faltenfrei in den Urlaub.

Deine Kofferpackliste zum Abhaken im Checklistenformat

  • Wertsachen
    • Geldbeutel
    • Kreditkarte
    • Bargeld
    • Führerschein
    • Personalausweis
    • Reisepass
  • Unterlagen für Flug und Unterkunft
  • Ggf. Unterlagen für Mietwagen
  • Handy und Ladegerät
  • Ggf. Brille, Kontaktlinsen und – flüssigkeit
  • Pullover
  • Shirts & Tops
  • Hosen / Röcke
  • Kleider
  • Socken
  • Unterwäsche
  • Sportkleidung
  • Schuhe, je 1 Paar nach Anlass
    • Sportlich
    • Schick
    • Alltag
  • Je nach Unterkunft elegante Abendbekleidung
  • Schlafanzug
  • Für den “Winterurlaub”:
    • Schal
    • Handschuhe
    • Mütze
    • dicke Jacke
    • Strumpfhosen
    • ggf. Skiunterwäsche
  • Für den “Sommerurlaub”
    • Dünne Jacke
    • Badetuch für den Strand
    • Sonnencreme
    • Mückenschutz
  • Reiseapotheke
    • Schmerzmittel
    • Medizin gegen Übelkeit
    • Pflaster, etc.
  • Kulturbeutel mit Inhalt
    • Zahnbürste & Zahnpasta
    • Shampoo & Duschgel
    • Deodorant
    • Rasierer
    • Haarbürste
    • Hautcreme
    • ggf. Kosmetik
    • Pinzette
    • Nagelschere & Nagellack
    • Parfüm, etc.
    • Optional: Fön (falls nicht im Hotel vorhanden)
  • Schmuck
  • Optional: Handtuch (falls nicht im Hotel vorhanden)
  • Badekleidung
  • Kleine Handtasche / Rucksack
  • Freizeitbeschäftigung:
    • Bücher
    • Musik & Kopfhörer
    • Kamera & Ladegerät & Speicherkarte
    • Schnorchelausrüstung
    • Kartenspiel, etc.
    • Tablet & Ladegerät
  • Optional: Reiseadapter
  • Reiseführer
  • Adressbuch und Stift
  • Regenschirm
  • Regenjacke

Es geht zurück: Koffer packen für die Rückreise

Auch wenn es schwer fällt: Gerade auf der Rückreise, wenn du Souvenirs und im Urlaub Gekauftes mitnehmen musst, hilft dir nur sorgfältiges Packen. Gehe genauso ordentlich vor – Rollen, Schweres nach unten, Leichtes nach oben, etc. – wie du es auf der Hinreise getan hast.
Natürlich sind deine Kleidungsstücke nun größtenteils benutzt – versuche Schmutzwäsche von noch Unbenutzem zu trennen.
Auch deine Schuhe dürften Spuren vom Urlaub zeigen. Stecke sie in Duschhauben oder in Baumwolltaschen, damit sie den Schmutz nicht übertragen. Warum sie nicht in eine einfache Plastiktüte stecken? Ganz verpackt können die Schuhe nicht “atmen” und fangen an zu müffeln.
Klopfe Badehandtuch und Badesachen gut aus – schließlich möchtest du ja nicht Sand als Übergepäck aufgeben müssen.
Damit dich zuhause nicht beim Koffer öffnen nicht der Schlag trifft, wirkt ein Trocknertuch Wunder.
Prüfe zum Abschluss unbedingt mit deiner Checkliste, ob auch wieder alles im Koffer nach Hause landet.

10 Tipps fürs Kofferpacken, damit es stressfrei bleibt

  1. Gründe einen Sammelpunkt.
    Sammle zunächst alle Stücke, die mit in den Urlaub sollen, an einem Punkt. So behältst du den Überblick, nichts bleibt liegen und du gerätst eher in Versuchung etwas aussortieren.
  2. Plane deine Outfits.
    Plane und lege dir die Outfits, die du im Urlaub anziehen möchtest, zurecht. Extrapunkte gibt es, wenn sich diese untereinander kombinieren lassen. So packst du nur das ein, das du tatsächlich anziehen möchtest und musst nicht vor Ort feststellen, dass Kleidung fehlt oder nicht zusammenpasst.
  3. Packe dein Handgepäck nach dem Kollateralschadenprinzip.
    Welchen Stücken würdest du am meisten nachtrauern oder dich am meisten ärgern, wenn sie mit deinem Koffer verloren gehen würden? Packe diese in dein Handgepäck. Beispielsweise solltest du wichtige Medikamente, Wertsachen, Reiseunterlagen und teuren Schmuck bei dir behalten.
  4. Gib Minigrößen den Vortritt.
    Packe von Shampoo, Duschgel & Co. nur die kleinen Probiergrößen ein. Oder spare Plastikmüll und fülle die entsprechenden Produkte in kleine Behälter um.
  5. Sortiere deinen Geldbeutel aus.
    Sortiere aus deinem Geldbeutel alles bis auf Kreditkarte, Führerschein, Personalausweis und Bargeld aus. Sollte dir dein Geldbeutel gestohlen werden, ist zumindest der Schaden etwas gemindert und du musst “nur” eine Geldkarte sperren lassen und Erinnerungsstücke gehen nicht verloren.
  6. Berücksichtige die Reihenfolge.
    Packe zunächst die großen und schweren Stücke wie Pullover, Hosen und Schuhe in den Koffer. Fülle dann die Zwischenräume mit Socken, Unterwäsche, etc. auf. Nach oben kommen leichte T-Shirts und Blusen, die so nicht verknittern.
  7. Packe nur so viel du tragen kannst.
    Packe den Koffer nur maximal so schwer, dass du ihn noch alleine eine Treppe hoch- und runtertragen kannst, ohne ins Schwitzen oder Schnaufen zu kommen.
  8. Lerne aus deinen Fehlern.
    Spätestens im Urlaub merkst du, was du anders machen würdest oder welche Utensilien du das nächste Mal mitnehmen oder zuhause lassen würdest.Halte deine Erkenntnisse schriftlich fest.
  9. Packe Flüssigkeiten separat.
    Packe Cremes, Duschgel, Shampoo, etc. – alles, was potenziell auslaufen und deinen Koffer wie Inhalt ruinieren könnte – separat. Dazu eignen sich entweder ein mit Schubladen ausgestatteter und dichter Kulturbeutel oder wiederverwendbare Silikonbeutel.
  10. Kleinkram und Schmuck gehören in Boxen.
    Packe deinen Schmuck und anderweitigen Kleinkram in Boxen. So gehts nichts verloren, verheddert sich in deiner Wäsche oder verursacht schlimmstenfalls Löcher in deiner Kleidung. Innerhalb der Box steckst du Ohrringe in Knöpfe und fädelst feine Ketten durch Strohhalme.

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