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Ob als Schlemmerei statt Abendessen oder als Nachgang zur Hauptspeise – eine Käseplatte findet immer glückliche Abnehmer.
Wir zeigen Dir, wie Du eine Käseplatte schön anrichtest, welcher Käse sich anbieten und welche Beilagen Du verwenden kannst.

Wieviel Käse benötige ich pro Person?

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Wie viel Käse Du pro Person benötigst, hängt davon ab, ob Deine Käseplatte eine eigenständige Mahlzeit darstellen soll oder Du sie als Nachgang zur Hauptspeise servierst.

Als Nachgang brauchst Du lediglich ca. 80 g Käse pro Person – für die Käseplatte als Hauptgang solltest Du mit ca. 180 g pro Person rechnen.

Plane in jeden Fall großzügig. Zum einen wird bei einer exquisiten Käseauswahl gerne auch mal über den Hunger genascht, zum Anderen kannst Du Dich so auch am nächsten Tag an den Resten erfreuen.
Natürlich kannst Du den Käse auch in Gerichten wie Quesadillas, Pizza oder Aufläufen verwerten.
Oder friere ihn ein, dann kannst Du ihn zu einem späteren Zeitpunkt genießen.

Welcher Käse? Käsesorten für Deine Käseplatte

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Hole Dir für Deine Käseplatte mindestens vier, besser fünf (eine ungerade Anzahl sieht schöner aus) verschiedene Käsesorten.

Erst richtig interessant machst Du Deine Käseplatte, wenn Du Käse unterschiedlicher Textur, Milch (Schaf, Ziege, Kuh) und Würze wählst:

  • Hartkäse
  • Weichkäse
  • Blauschimmelkäse
  • Ziegenkäse
  • Schafskäse

Lasse Dich an der Käsetheke beraten – die Experten dort können Dir neue, leckere Käsesorten empfehlen, die sich für eine ansprechende Käseplatte eignen.

Tipp: Kaufe Käse am Stück und schneide ihn erst kurz vor dem Servieren an. So behält er seinen vollen Geschmack und trocknet nicht an.

Vergiss nicht, auch einen Dauerbrenner wie beispielsweise Brie oder einen anderen bei Deinen Gästen beliebten Käse zu besorgen.

Mixe ungewöhnliche Käsesorten mit ein, zwei bekannten Sorten.

Unsere Empfehlung: Wähle beispielsweise einen milden Weichkäse (Brie oder Burrata), cremige und würzige Käse (Ossau Iraty und Tomme de Savoie), einen Ziegenkäse (Chavroux) und zur Krönung einen Blauschimmelkäse (Saint Agur).

Welche Beilagen passen zur Käseplatte?

Sie sind mehr als nur das i-Tüpfelchen auf der Käseplatte.
Beilagen vervollständigen Deine Käseplatte, heben den Geschmack des Käses hervor oder ergänzen sie und machen dein Arrangement schön bunt und üppig.

Obst sollte hierbei immer mit von der Partie sein! Fruchtig, pikant, scharf und süß – alles ist erlaubt und Kontraste erwünscht:

  • Obst (je nach Saison): Trauben, Feigen, Granatapfel, Pfirsich, Birnen, Physalis, Brombeeren
  • Trockenfrüchte: Datteln, Feigen, Aprikosen
  • Brot & Co.: Baguette, Ciabatta, kleine Salzbrezeln, Cracker, Grissini
  • Nüsse: Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Pistazien
  • Oliven (Jalapeno-Füllung, Knoblauch, etc.)
  • Kräuter: Rosmarinzweig, Basilikum, Petersilienstängel
  • Dips & Co.: Honig, Chutney, Apfelsenf, gutes Olivenöl

Der passende Wein zum Käsearrangement

Zum Käse drängt sich neben Wasser ein Getränk ganz klar auf: Wein.

Auch hier solltest Du nicht irgendeinen Wein auswählen. Zur Orientierung dient Dir der kräftigste Käse.
Und: Rotwein wie Weißwein sind erlaubt.
Auch hat sich bewährt, Wein aus der gleichen Region des Käses zu nehmen.

Grundsätzlich gilt: Säurehaltige Weine passen gut zu cremigen Käsesorten, säuerliche Käse vertragen sich gut mit halbtrockenen Weinen.
Würzige und besonders salzige Sorten akzeptieren säurehaltige, aber auch liebliche Weine.
Blauschimmelkäse dagegen harmoniert gut mit Portwein.

Mit einem milden, lieblichen Weißwein befindest Du Dich stets in sicheren Gewässern – denn dieser passt zu nahezu allen Käsesorten.

Unsere Anleitung: Käseplatte einfach schön anrichten

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Hole im ersten Schritt den Käse aus dem Kühlschrank. Nimmst Du ihn eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlhaus, kann er sein ganzes Aroma entfalten.

Schreibe im nächsten Schritt für Deine Käsesorten jeweils ein Schild, auf dem der Name, die Milchsorte (Schaf) und die Stärke (würzig) vermerkt sind.
Die Schilder kannst Du mit Schaschlikspießen befestigen.

Nimm nun das Brett zur Hand. Je größer das Brett, desto besser kommt der Käse zur Geltung.
Richte auf diesem nun die fünf Käsesorten, die ausgewählt hast, von mild bis würzig, im Uhrzeigersinn an. Auf 12 Uhr stellst Du den mildesten Käse.
Diese Käseuhr zeigt Deinen Gästen, in welcher Reihenfolge sie die Sorten am besten essen sollten, ohne dass die würzigen Sorten den Geschmack der milderen überdecken.
Stelle die Käsesorten nicht zu dicht zueinander – lasse Raum zwischen ihnen. Dieser wird im nächsten Schritt mit Beilagen gefüllt.

Stelle nun diagonal oben und unten nahe dem Rande der Unterlage jeweils ein Schälchen mit einem Dip oder Chutney.
Schneide nun das Obst in schöne Stücke (Feigen hälfteln, Pfirsich in Schnitzen).
Platziere die verschiedenen Früchte aufgeschnitten in jeweils einer nicht zu ordentlichen Gruppe wieder gegenüberliegend voneinander.
Fülle den restlichen Platz mit Nüssen, Brotscheiben, Kräutern, Oliven und etwas Prosciutto oder Mailänder Salami.
Platziere an einem freien Platz etwas Honig.

Die Käsemesser steckst Du teils in den Käse oder legst sie neben die zugehörigen Käsesorten.
Füge dann die Schilder hinzu.
Fertig ist die Käseplatte!

Ideen für verschiedene Käseplatten

Deine Käseplatte kannst Du außerdem einem speziellen Motto widmen.
So bietet sich zum Beispiel eine mediterrane Käseplatte an, die Du mit entsprechenden Käsesorten, Oliven, frischen Feigen, und Ciabatta bestückst.

Oder gehe ganz nach den Jahreszeiten! Im Frühling fügst Du Dips mit Kräutern und Frischkäse hinzu, im Sommer bietest Du Burrata, Pfirsichschnitzen, Heidelbeeren und geröstete Brotscheiben.
Im Herbst zeigt deine Käseplatte Manchego, Pflaumen, Walnüsse, Honig und Roquefort. Im Winter bringst Du kräftige Käse (Saint Agur), Camembert, kleine Salzbrezeln, Orangenscheiben, Chutney und in Hälften geschnittene Granatapfel aufs Tablett.

Natürlich kannst Du für deine Käseplatte auch eine bestimmte Region oder ein Land auswählen – wie wäre es mit Spanien oder der Provence?

Das nötige Equipment für Deine Käseplatte

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Damit Deine Gäste sich bequem an der Käseauswahl bedienen können, braucht es das nötige Werkzeug.
Zunächst benötigst Du ein Brett, auf dem Du den Käse anrichten und schneiden kannst.
Das Brett darf aus Holz, Schiefer, Edelstahl oder Ähnlichem sein – verwende aber in jedem Fall eine große Unterlage, damit Käse & Co. Platz zum Wirken haben.
Tipp: Auf schwarzem Untergrund wirkt Käse besonders edel.

Außerdem brauchst Du kleine Schälchen in dem Du Beilagen wie Oliven, Trauben oder Dips unterbringen kannst und gute Käsemesser.
Das heißt, dass Du mindestens pro Käsesorte ein passendes Käsemesser besitzen solltest: ein Weichkäsemesser für Weichkäse, eine Käseharfe für Blauschimmelkäse, ein Käsebeil für Hartkäse.

Optimal: Stelle Deinen Gästen für jeden Käse ein eigenes Messer zur Verfügung. So vermischen sich die Aromen würziger und milder Käsesorten nicht miteinander und können nicht den Geschmack dieser verfälschen.

Unsere Tipps für eine gelungene Käseplatte

  1. Biete Deinen Gästen mindestens vier bis fünf Käse verschiedener Stärken und Texturen.
  2. Plane ca. 80 g Käse pro Person ein, wenn Du die Käseplatte als Nachgang zur Hauptspeise servierst und ca. 180 g pro Person, wenn Du sie als Hauptspeise anbietest.
  3. Hole den Käse ca. eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank – so hast Du noch mehr von seinem Aroma.
  4. Orde den Käse von mild nach würzig an – ganz nach dem Schema der Käseuhr, die anzeigt, nach welcher Reihenfolge es sich empfiehlt den Käse zu essen.
  5. Kaufe den Käse am Stück – so geht kein Aroma verloren.
  6. Stelle den Käse nicht zu dicht – aber fülle die Käseplatte üppig mit Beilagen und Brot an.
  7. Lieber klotzen als kleckern: Verwende eine große Platte, die reich bestückt ist.
  8. Versehe jeden Käse mit einem kleinen Schild mit Namen, Stärke (mild, pikant, würzig, nussig) und Milchsorte (Kuh, Schaf, Ziege).
  9. Für eine schöne Käseplatte benötigst Du an Equipment ein großes Brett, Schälchen für Beilagen und je ein passendes Käsemesser pro Käse.

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