herbstbepflanzung

Frische Temperaturen, warme Farben, bunte Blätter, Beeren und Äpfel – der Herbst ist da!
Zeit, die bunte Jahreszeit auch in Deinem Garten oder auf der Terrasse ankommen zu lassen.

Wir zeigen Dir welche Blumen und Gräser sich für die Herbstbepflanzung eignen und welche Kniffe helfen, damit Dir die Farbenpracht noch lange erhalten bleibt.

Ab wann kann man mit der Herbstbepflanzung starten?

Für den Start der Herbstbepflanzung gilt: Je früher, desto besser.
So haben die Pflanzen ausreichend Zeit sich heimisch zu fühlen und Wurzeln zu schlagen, bevor die Temperaturen zu tief fallen.

Starte also, wenn Du kannst, am besten im September.

Aber kein Grund zur Hektik: Die derzeitige Klimabedingungen zeigen, dass sich spätsommerliche bzw. herbstlich-milde Temperaturen auch bis in den Oktober hinein halten.

Pflanzen für die Herbstbepflanzung finden

herbstbepflanzung-blumen

Als erstes gilt es die geeigneten Pflanzen für deinen Herbstgarten zu finden. Die richtigen Blumen für deine Herbstbepflanzung sollten Spätblüher sein.
Das bedeutet: Sie sollten so lange wie möglich in den Herbst hinein schöne Blüten und Farben zeigen.

Schließlich möchtest Du ja nicht die Gewächse einpflanzen und dann nichts von ihrer Pracht genießen können.

Nicht zu verachten ist außerdem, dass die Herbstgewächse auch frostigeren Temperaturen trotzen können.

Im Folgenden findest Du eine breite Auswahl wunderbarer, bunter Herbstpflanzen, die zum größten Teil auch noch winterhart sind:

Schafgarbe

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Die gelb (oder weiß, rot, pink) leuchtende Schafgarbe ist ein unverwüstliches Gewächs, das auch noch im September blüht.
Der Staude ist viel Sonnenschein wichtig – sie schätzt einen vollsonnigen Platz und nährstoffreichen Boden. Auch im Herbst freut sich die Pflanze über regelmäßiges Gießen.

Nebenbei bietest Du Bienen Nahrung im Herbst.
Das Beste: Du wirst besonders lange Freude an dieser Pflanze haben. Denn: Die Schafgarbe ist winterhart und mehrjährig.

Tagetes

Tagetes funkeln in Gelb- und Orangetönen und passen somit perfekt ins Farbschema einer Herbstbepflanzung. Die fröhlichen, kleinen Studentenblumen blühen sogar noch im Oktober und sind unheimlich pflegeleicht, solange Du ihnen nur genug Wasser lieferst.

Leider sind sie nicht winterhart und einjährig.

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Stiefmütterchen

Stiefmütterchen sind wahre Klassiker. Sie sind unkompliziert und in den verschiedensten (nicht spießigen) Farbkombinationen erhältlich.
Sie blühen sogar bis in den November (!) hinein.

Wenn Du ihnen im Winter Schutz durch Tannenzweige o.Ä. bietest, kannst Du dich auch noch ein zweites Jahr an ihnen erfreuen.

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Purpurglöckchen

Purpurglöckchen sind ein optischer Gewinn für deine Herbstbepflanzung – im Herbst verfärben sich die Blätter der Pflanze weinrot, gelb, orange oder silber und erleuchten deinen Garten den Winter hindurch.

Decke die Pflanze im Winter ab, dann hast Du auch in den kommenden Jahren noch etwas von ihr.

Sonnenhut

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Sonnenhüte könnte man als die zierlichen, hübschen Geschwister der Sonnenblumen betrachten.

In deiner Herbstbepflanzung sollten sie nicht fehlen, da sie bis Oktober in deinem Garten blühen können.
Leider ist die Staude meist einjährig. Wie der Name schon sagt, freut sich der Sonnenhut über einen sonnigen Platz.

Chrysanthemen

Chrysanthemen sind in frostempfindlichen wie winterharten Varianten erhältlich.
Die Blumen sind in ihren Farben (gelb, rosa, rot, orange, lila, …) wie ihren Blütenblättern so unterschiedlich, dass man meinen könnte, es handele sich um unterschiedliche Blumen.

Die Herbstblüher versorgen deinen Garten bis Ende November mit Farbe.

Feuerdorn

Der Feuerdorn bringt interessante Abwechslung in deine Herbstbepflanzung.
Das Rosengewächs kann ganz schön groß werden und bietet dank ihrer kleinen orangen, gelben oder roten Beeren ab August bis in den Winter dekorative Farbtupfer.

Und: Der Feuerdorn ist winterhart und nicht giftig.
Längere Trockenphasen verzeiht das Gewächs – lediglich die spitzen Dornen können unliebsam auffallen.

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Glocken-Heide

Heidekraut gehört wie Halloween und Äpfel zum Herbst einfach dazu.
Die Glockenheide erstrahlt in hübschen Weiß-, Violett- und Rosatönen bis in den Dezember hinein.

Leider ist sie nicht winterhart – ein paar frostige Nächte kann sie mit entsprechendem Schutz (Vlies, Tannenzweige) in Pflanzenkübel aber überstehen.

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Fetthenne

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Die Fetthenne ist eine absolut unverwüstliche Herbstpflanze und leuchtet in zarten bis kräftigen Rosa- und Pinktönen.
Auch von unfreiwilligen Trockenperioden erholt sie sich schnell wieder.

Frost kann ihr nichts anhaben, da sie winterhart ist. Außerdem bietet sie Bienen Nahrung.
Die Staude kann nur eines nicht leiden: nasse Füße. Gieße sie mäßig und Du hast lange etwas von ihr.
Die Pflanze blüht September und Oktober – ein wahres Herbstgewächs.

Glattblatt-Astern

Glattblatt-Astern blühen in violett, rosa und weiß bis in den November hinein.
Die hübsche und fröhliche Staude ist winterhart. Biete ihr einen sonnigen Platz, dann dankt sie es dir mit vielen, kleinen, bunten Blüten.

In lehmigem und lockerem Boden gedeiht sie besonders gut.

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Ziergräser

Ziergräser wirken zart und federleicht – sie lockern deinen Garten optisch auf.
Sie haben noch einen weiteren großen Vorteil: Bis auf wenige Ausnahmen sind die dekorativen Gräser winterhart und können ohne Bedenken auch im Winter draußen bleiben.
Möchtest Du sie trotzdem vor Kälte schützen, kannst Du sie mit Tannenzweigen umlegen.

Besonders hübsch ist das Lampenputzergras, das in verschiedenen Farben daherkommt.
Pflanze das Gras entgegen unserer bisherigen Empfehlung nicht zu dicht. Sogar im Herbst breitet es sich noch eifrig aus.

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Lebkuchenbaum

Zu guter Letzt möchten wir Dir noch einen Baum ans Herz legen, der im Herbst nicht nur in punkto Farben seine Glanzzeit hat.
Die Blätter des Lebkuchenbaums funkeln im Herbst in wunderschönem rot, gelb und orange.

Und jetzt kommt der Knaller: Sein Laub duftet, wenn es im Herbst zu fallen beginnt oder Regen ausgesetzt ist, nach Karamell und Zimt!
Es lohnt sich also den Lebkuchenbaum an einer Stelle zu pflanzen, die Du oft besucht oder an der Du oft vorbeikommst.

Der robuste Baum ist winterhart, freut sich aber über schützende Sackleinen. Den Lebkuchenbaum kannst Du ganzjährig einpflanzen.

Ausrüstung für Gartenarbeiten im Herbst

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Es gibt ein paar Werkzeuge, die Dir die Gartenarbeit für deine geplante Herbstbepflanzung enorm erleichtern können:

  • Kniepolster oder Hocker: Völlig unabhängig vom Alter ist irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem deine Knie wehtun oder Du nicht mehr in der Hocke sitzen kannst.
    Dann helfen ein kleiner Klapphocker oder ein Schaumstoffkissen fürs Knie weiter.
  • Gartenhandschuhe: Gartenhandschuhe haben sich als nützlicher Schutz vor nervigen Krabbeltieren, Schlamm, Erde und Dornen erwiesen. Besonders bei frischeren Temperaturen im Herbst halten sie dich warm.
  • Gartenschere: Es gibt immer etwas zu kürzen oder zu entfernen – Äste, verwelkte Blüten oder Blätter, etc. Besorge dir eine gute Gartenschere, die auch dickere Äste schneiden kann.
  • Harke: Boden lockern, Laub harken oder Kompost in Erde einarbeiten – für diese Arbeiten benötigst Du eine Harke.
  • Schaufel: Löcher für neue Pflanzen mit einer schlechten Schaufel auszuheben macht gar keinen Spaß. Eine Schaufel aus Holz und Edelstahl rutscht nicht und hält auch festere Böden aus.
  • Unkrautentferner: Unkraut gibt es immer. Ein Unkrautentferner sorgt dafür, dass Du das Übel an der Wurzel packst und nicht nur oberflächlich entfernst.
  • Korb für Gartenabfälle: Nicht ist lästiger als nach getaner Arbeit Zweige und Laubwerk aufsammeln zu müssen. Schnapp Dir also einen Korb und wirf deine Abfälle in einen Korb.

Ideen für Herbstpflanzen in Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon

Vielleicht steht dir kein Garten zur Verfügung, vielleicht möchtest Du aber auch nur zusätzlich deine Terrasse oder deinen Balkon mit schöner herbstlicher Flora versehen.

Beachte: Nur weil es kühler geworden ist, heißt das nicht, dass Topfpflanzen kein Wasser mehr brauchen.

Im Gegenteil solltest Du – wenn keine Frostgefahr besteht – regelmäßig die Herbstpflanzen gießen.
Besonders hübsch sehen sie aus, wenn Du sie in Pflanzenkübeln dicht beieinander pflanzt.

Aber nicht jedes Herbstgewächs eignet sich für ein Leben im Kübel.
Erfahre welche Pflanzen und Töpfe sich eignen.

Geeignete Herbstpflanzen für Pflanzenkübel

Wir haben Dir ein paar Pflanzen ausgesucht, die sich – weil besonders robust – gut im Herbst als Topfpflanzen auf dem Balkon eignen:

Kübelpflanze Nr. 1: Die Fetthenne

Die Fetthenne ist wie anfangs schon erwähnt absolut unkompliziert und noch dazu winterhart. Sogar im Topf mehrt sie sich. Ihre hübschen rosa Blüten verschönern deinen Balkon.
Vorsicht allerdings vor zu viel Wasser: Fetthennen neigen zu Wurzelfäule.

Kübelpflanze Nr. 2: Alpenveilchen

Alpenveilchen sind ein besonders kräftiger Farbtupfer (lila, rot, pink,..) auf dem herbstlichen Balkon. Beachte, dass das Alpenveilchen lieber selbst Wasser von einem Untersetzer zieht als gegossen zu werden. Suche der Pflanze außerdem ein sonniges Plätzchen.

Kombiniere verschiedene Höhen und Texturen
Verschiedene Blumen in einem Topf sehen besonders schön aus.

Beachte dabei das Höhenverhältnis der einzelnen Pflanzen zueinander.
Versuche beispielsweise flachen Zierkohl und hohes Greiskraut miteinander zu kombinieren.
Oder experimentiere mit zarten Gräsern und robusten Pflanzen in einem Topf.
So schaffst Du ein besonders interessantes und spannendes Ensemble.

Kübelpflanze Nr. 3: Weißfilziges Greiskraut

Das silber schimmernde Greiskraut wirkt als Topfpflanze besonders edel. Das Kraut liebt Sonne – ist aber frostempfindlich.
Bei kühleren Temperaturen im Winter solltest Du sie besser ins Treppenhaus verfrachten.

Kübelpflanze Nr. 4: Chrysanthemen

Chrysanthemen können mit einem Topf genauso gut wie mit einem Platz im Garten leben. Sie lieben die Sonne, wollen aber bitte keine direktes Sonnenlicht. Auch im Herbst freuen sie sich, wenn Du sie zweimal die Woche gießt.
Bei frostigen Temperaturen solltest Du die Geschöpfe zusätzlich verpacken.
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Kübelpflanze Nr. 5: Heidekraut

Auch diese Pflanze hast Du schon in unserer obigen Hitliste gefunden. Sie ist einfach ein Must-have im Herbst. Und sie fühlt sich auch in Pflanzenkübeln wohl.
Solange Du ihr einen halbwegs sonnigen Platz bietest und dafür sorgst, dass sie keine nassen Füße bekommt, bleibt sie dir schön erhalten.

Geeignete Töpfe für Herbstpflanzen

Aber nicht nur die Wahl der Pflanzen, sondern auch die der Töpfe will wohl überlegt sein.

Töpfe für Herbstpflanzen sollten vor allen Dingen winterfest sein.
Die Kombination von Wasser und frostigen Temperaturen haben schon so manches Mal einen Tontopf springen lassen. Das soll den schönen Gefäßen aber keinen Abbruch tun – geschützt mit Sackleinen können auch sie niedrigen Graden trotzen.

Vorsicht bei Zinkgefäßen: Zugegebenermaßen sind Zinkgefäße ungemein dekorativ und halten auch kalten Temperaturen stand.
Sie haben aber einen großen Nachteil: Je nach Witterung gibt der Zinkkübel Zink ab und kann so Pflanzen “vergiften”.
Lege also die Töpfe mit Kunststofffolie aus, damit die Pflanzen geschützt bleiben.

Besonders herbstlich wird’s, wenn Du Kürbisse als Pflanzenkübel verwendest.
Höhle dazu die Früchte aus. Gebe dann beispielsweise Stiefmütterchen in einen gewöhnlichen Topf und stülpe den hohlen Kürbis über.
Hübsch oder?

5 Tipps für Pflanzen im Spätsommer und Herbst

Grundsätzlich reicht es im Herbst aus, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und von verwelktem Blüten- wie Blattwerk zu befreien.

Es schadet aber nicht, zusätzlich folgende Tipps anzuwenden um die Herbstflora deines Gartens hübsch zu halten:

  1. Die richtigen Kandidaten auswählen
    Damit dein Herbstgarten wunderschön aussieht, ist es wichtig, gute Voraussetzungen zu schaffen und beim Kauf neuer Pflanzen genau hinzuschauen.
    Kaufe dir nur gesunde und robust wirkende Gewächse. Achte darauf, Pflanzen mit vielen Blüten, von denen auch ein paar schon geöffnet sind, zu wählen.
    Schau dir auch die Erde deiner neuen Mitbewohner an. Durchnässte wie verstaubte Exemplare nimmst Du besser nicht mit nach Hause.
  2. Prävention für Staunässe
    Besonders im Herbst, wenn es frischer wird, schätzen Pflanzen keine nassen Füße.
    Um Staunässe zu umgehen hilft folgende Vorrichtung. Gib in den Pflanzenkübel zunächst etwas Blähton und dann erst Pflanzenerde. So staut sich das Wasser nicht, sondern wird von den Kugeln angenommen.
    Verwende außerdem stets Töpfe mit Loch inklusive Tonscherbe darüber, aus dem überschüssiges Wasser abfließen kann.
  3. Tauchen, dann sparsam gießen
    Wurzelballen von Herbstpflanzen sollten vor dem Einpflanzen mittels Tauchbad gut durchfeuchtet werden.
    So fällt es den Pflanzen noch leichter Wurzeln zu schlagen.
    Haben sich die Blumen eingelebt, reicht es aus, sparsam zu gießen. Nasse Füße schätzt kein Herbstgewächs.
  4. Mäßig düngen
    Herbstpflanzen brauchen im Herbst keinen Dünger – die Nährstoffe der Erde reichen völlig aus. Im Gegenteil sorgt Dünger bei einigen Exemplaren dafür, diese unschön in die Höhe zu treiben.
  5. Schützen
    Der erste Frost gefährdet nicht deine Pflanzen, sondern macht sie sogar noch bunter.
    Es lohnt sich aber, selbst winterharte Stücke – insbesondere Topfpflanzen – zu schützen.
    Schützen kannst Du die Herbstpflanzen vor Frost, indem Du sie mit Vlies, Sackleinen oder Tannenzweigen abdeckst.
    Topfpflanzen solltest Du näher an die Hauswand rücken.
    Legst Du Rinde auf die Erde der Pflanzen, schützt Du sie vor dem Austrocknen.