Gemüse grillen
Endlich werden die Temperaturen milder – Zeit zum Grillen!
Auf den Rost kommen diesmal zum Fleisch oder stattdessen butteriger Mais, knackige Paprika und marinierte Pilze – köstlich.
Damit dein Gemüse richtig gut gelingt, geben wir dir ein paar Tipps sowie ein Rezept für supereinfaches Grillgemüse an die Hand.

Welche Gemüse eignen sich besonders gut zum Grillen?

  • Paprika
  • Zwiebel
  • Zucchini
  • Pilze
  • Kartoffeln
  • Spargel
  • Mais
  • Aubergine

Wie soll ich das Gemüse grillen? So kriegst du jedes “Grünzeug” klein

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Wie beim Kochen braucht auch beim Grillen Gemüse unterschiedlich lange Garzeiten und Sonderbehandlungen, um schmackhaft zu werden.
Wir haben dir 7 gängige Grillkandidaten ausgesucht, die du wie folgt grillen solltest:

Zucchini
Zucchini sind schnell gar. Schneide sie in Scheiben, würze sie und bestreiche sie mit Öl.
Grille die Scheiben auf beiden Seiten nur wenige Minuten, bis sie knusprig hellbraun sind.

Pilze
Auch Pilze sind schnell gegrillt. Entferne nur die Stielenden (schäle sie nicht). Geviertelt, halbiert oder ganz kannst du sie mit Olivenöl und Kräutern marinieren und würzen. Nach nur wenigen Minuten (2-3 Minuten) auf dem Grill sind sie fertig.

Aubergine
Entziehe der Aubergine zunächst Wasser, damit sie auf dem Grill nicht matschig wird. Schneide sie dazu in Scheiben, salze sie und tupfe nach 10 Minuten das austretende Wasser mit einem Papiertuch ab.
Bestreiche sie dann mit Öl und würze sie. Nach 5 Minuten auf dem Grill sollten die Auberginenscheiben fertig sein.

Zwiebel
Zwiebeln kannst du in einem Gemüsemix in Ringe geschnitten oder im Ganzen grillen. Schäle sie in jedem Fall. Fein schmeckt zur scharfen Zwiebel ein süßer Kontrast – gebe dazu etwas Honig hinzu.
Schütze sie vor der Hitze mit Alufolie und lasse sie auf dem Grill ca. 20 Minuten vor sich hin garen.

Paprika
Paprika sollten auf dem Grill zwar gar werden, aber noch knackig bleiben – 2 Minuten dürften hierfür ausreichen. Entferne zunächst die Kerne. Du kannst die Paprika entweder stückeln oder als Hälfte grillen. Streiche sie mit Öl ein und salze sie.

Kartoffeln
Verkürze dir die Wartezeit auf die Grillkartoffeln, ohne auf köstliche Röstaromen verzichten zu müssen. Wasche dazu die Kartoffeln, (schäle sie, wenn du magst) und koche sie in Salzwasser gar. Lege dann die gewürzten und mit Alufolie geschützten Kartoffeln auf den Rost und lasse sie ca. 15 Minuten vor sich hin schmoren.

Mais
Auch Mais solltest du für schnelleren Genuss eine Sonderbehandlung zukommen lassen. Koche ihn 10 Minuten lang in Salzwasser.
Röste ihn dann noch 10 Minuten auf dem Grill. Pass auf, dass er dabei nicht schwarz wird.

Spargel
Greife hier auf grünen Spargel und feine, junge Stücke zurück. Entferne zunächst die, falls vorhanden, harten Enden.
Bestreiche das Gemüse mit Öl und würze mit Salz und Pfeffer. Nach ca. 8 Minuten sollte der Spargel genussbereit sein.

Köstliches Rezept für Grillgemüse

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Das folgende Rezept ist super einfach und du hast es im Handumdrehen zubereitet.
Das enthaltene Gemüse kannst du natürlich beliebig variieren bzw. ersetzen.
Gehe wie folgt vor:

Du brauchst
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
1 Zucchini
10 Pilze
1 kräftiger Schuss Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Paprikagewürz
Kräuter der Provence
Salz & Pfeffer
1 große Grillschale für Gemüse
1 Grillzange
1 scharfes Messer

  1. Wasche zunächst das Gemüse.
  2. Entferne den Strunk der Paprika und schneide das Gemüse in großzügige Würfel.
  3. Schäle und schneide die Zwiebel in feine Ringe.
  4. Schneide anschließend die Stiele der Pilze etwas kürzer (nicht schälen!) und viertele sie.
  5. Schneide die Zucchini in Scheiben.
  6. Fülle das geschnittene Gemüse in eine große Schüssel.
  7. Gebe das Olivenöl hinzu.
  8. Das Gemüse sollte überall schön glänzen, aber nicht im Öl stehen oder gar darin ertrinken.
  9. Presse die Knoblauchzehen aus und gebe sie zum Mix.
  10. Würze großzügig mit den oben genannten Gewürzen.
  11. Arbeite nun mit den Händen oder einem Löffel vorsichtig Olivenöl, Knoblauch und Gewürze in das Gemüse “ein”.
  12. Fülle das Gemüse in eine Grillschale.
  13. Stelle die Schale, falls der Grill bereits schon vorgeheizt ist, auf den Rost.
  14. Bleibe unbedingt beim Gemüse stehen und wende es ab und an (nicht zu oft!), damit es nicht schwarz wird.
  15. Nach ca. 5 – 10 Minuten (je nach Temperatur) sollte das Grillgemüse zum Verzehr bereit sein.
  16. Schmecke zum Schluss ab und prüfe, ob die Konsistenz passt. Würze gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer nach.

Gemüse direkt grillen oder indirekt?

Gemüse direkt zu grillen, bedeutet dieses direkt über der Glut gar werden zu lassen. Der Prozess dauert nicht lang – es besteht allerdings die Gefahr, dass das Gemüse schneller schwarz wird.
Indirektes Grillen hingegen braucht länger, ist aber auch schonender zum Gemüse. Hier wird beispielsweise die glühende Kohle zu den Seiten des Grills platziert, während das Grillgemüse in der Mitte indirekt die Hitze von den Seiten annimmt.
Die indirekte Grillmethode ist besonders für Gemüse geeignet, das dicker ist (Kartoffeln, Kürbis, etc.) und länger braucht, um gar zu werden.

7 Tipps, damit das Grillerlebnis rundum zufriedenstellend wird

  1. Verwende für dein Grillgemüse unbedingt eine (Alu-)Schale – so fällt nichts durch den Rost und wird schonender gegrillt.
  2. In den meisten Gemüsesorten steckt viel Wasser, das beim Grillen austritt. Würze bzw. mariniere etwas kräftiger als sonst, um einem evtl. Verlust entgegenzuwirken.
  3. Bleibe beim Grillen deines Gemüse – wenn es sich nicht gerade um in Alufolie gewickelte Kartoffeln handelt – unbedingt dabei. Ab und an gewendet wird das Gemüse nicht schwarz.
  4. Prüfe zwischendurch immer mal wieder die Konsistenz – zwischen al dente und matschig liegen nur wenige Minuten.
  5. Schneide dein Gemüse nicht zu klein. Größere Stücke schmecken intensiver (u.a. da sie mehr Marinade aufnehmen) und werden weniger schnell matschig. Außerdem wird das meiste Gemüse durch den Grillvorgang an sich schon kleiner (siehe Pilze).
  6. Optimal und schonend ist eine mittlere Grilltemperatur von ca. 200° C.
  7. Möchtest du Gemüsespieße zusammenstellen? Achte darauf, dass sich die Sorten von ihrer Garzeit her ähneln, so dass du und deine Gäste nicht auf halbgaren Spießen herumkauen müsst.

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