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Kochen, essen, arbeiten, schlafen, entspannen und Freunde einladen. Diese Tätigkeiten in ein Zimmer zu packen kann eine Herausforderung sein.
Wir helfen Dir dabei!
Verwandle mit unseren Tipps und Ideen Deine Einzimmerwohnung in eine platzsparende wie gemütliche Wohlfühloase.

Grundriss-Ideen und Beispiele: Wie richtet man eine Einzimmerwohnung ein?

Wie Du Dir Deine Einzimmerwohnung einrichten kannst, hängt stark vom Grundriss der Immobilie ab.
Wir zeigen Dir Ideen für rechteckige (bzw. schlauchförmige) und quadratische Einzimmerwohnungen.
Damit Du Dir diese besser vorstellen kannst, haben wir Dir die Einrichtungen in passende Grundrisse gezeichnet.

Rechteckige Wohnung einrichten

Rechteckige bzw. schlauchförmige Wohnungen sind bezüglich der Einrichtung herausfordernder.
Vermeide bei dieser Variante Deine Möbel nur entlang der Wände aufzustellen. Das sieht nicht nur langweilig und seltsam aus, sondern lässt auch noch viel Platz ungenutzt.

Stelle stattdessen die guten Stücke quer zum Raum auf und trenne den Raum durch ein großes Regal, Bild, etc.

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In unserem Grundriss ist rechts an der Wand, neben der Eingangstür, eine Kochnische zu finden. Gegenüber dieser Kochnische steht ein kleiner Esstisch mit mehreren Sitzgelegenheiten.
Ein großes Bild, das von Decke zu Boden reicht und von der Decke hängt, trennt die Ess- und Kochecke räumlich ab.
So ist das Zimmer klar in zwei Hauptbereiche – Essen vs. Entspannen und Arbeiten – geteilt, wirkt aber durch das Bild spannend und sieht dekorativ aus.
Besucher, die in die Wohnung kommen, blicken nicht sofort auf die Arbeitsecke.

Auf der anderen Seite des Bildes haben wir ein Schlafsofa mit einem Acapulco Chair (wirkt leichter als ein massiver Sessel) zu einer gemütlichen Sitzecke zusammengestellt.
Der Teppich verbindet und zeigt ganz deutlich, dass hier die Wohlfühlecke zu finden ist und grenzt diesen Bereich von der Arbeitsecke ab.

Stauraum findet sich im Sofa, im Schrank, der in der Wandfarbe gehalten ist und in den Oberschränken oberhalb der Küchenzeile.

Die Einrichtungsvariante unterteilt die Funktionen klar in eigene Bereiche und lässt dabei den Bewohnern die Möglichkeit sich zurückziehen zu können.

Quadratische Wohnung einrichten

Leichter wird’s wenn Du in einer quadratischen Wohnung lebst. Hier kannst Du auch die Raummitte optimal nutzen.

Achte auch hier wieder darauf Bereiche zu trennen bzw. als zusammengehörig zu kennzeichnen.

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Diese quadratische Variante bietet viel Stauraum. Rechts und links von der Tür wurden zwei deckenhohe Schränke gestellt, die Platz für Kleider, Geschirr, Bettwäsche und Co. bieten.
Die Küchennische ist durch eine schmale Bilderwand vom Arbeitsplatz getrennt.
Optional lässt sich die Wohnzimmer / Schlafzimmerecke räumlich durch ein Podest trennen.
Der Esstisch steht separat.

Einzimmerwohnung clever einrichten – 13 Tipps

Es gibt diverse Punkte, die Du berücksichtigen kannst, um Deine Einzimmerwohnung attraktiver und platzsparender zu gestalten.

  1. Plane im Voraus.

    Der erste Tipp ist ein Tipp zur Vorgehensweise: Räumst und kaufst Du nicht einfach drauf los, sondern planst Deine Wohnung sorgfältig, werden Dir Ecken und Wege einfallen deinen Platz optimal zu nutzen.
    Nimm also Millimeterpapier und Stift oder einen virtuellen Raumplaner zur Hand und probiere herum.

  2. Investiere in Möbel mit mehr als einem Nutzen.

    Investiere in multifunktionale Möbel. So sparst Du Platz, musst aber nicht auf einen Dir wichtigen Platz verzichten.
    Beispiele: Arbeits-, Esstisch und Theke können kombiniert werden. Ein (Schlaf-)sofa kann zugleich Platz für Freunde, aber auch einen Schlafplatz bieten.

  3. Teile die Wohnung in Bereiche auf.

    In einer Einzimmerwohnung gilt es verschiedene Zimmer und ihre Funktionen in einem Zimmer unterzubringen.
    Damit das noch gemütlicher aussieht und die Bereiche dennoch deutlich voneinander getrennt sind – Arbeiten und Schlafen – kannst Du Teppiche, Bilder, Regale, aber auch ganz klassisch Paravents verwenden.
    Auch schön sehen Vorhänge aus, die Du zwischen verschiedene Bereiche hängen kannst, um diese voneinander zu trennen (oder auch Unordnung zu verbergen).

    Neben Regalen kann auch beispielsweise die Rückwand eines Sofas als Trennlinie zu einem anderen “Zimmer” wirken.
    Achte bei Regalen darauf, dass beide Bereiche noch genug Licht erhalten.

    Zuletzt bleibt Dir noch die Möglichkeit beispielsweise einen kleinen Essbereich abzugrenzen, indem Du einen schmalen Streifen Wand in diesem farbig streichst.

  4. Verwende helle Wandfarben.

    Lasse Deine Wohnung weitläufig wirken, indem Du ausschließlich helle Wandfarben verwendest. Natürlich sind auch dunkle Farben erlaubt – aber besser sparsam, sonst wirkt der Raum schnell beengt.

  5. Erweitere mit Spiegeln Deine Wohnung (zumindest optisch).

    Spiegel sind wohl das leichteste Trickmittel, um Deine Wohnung größer erscheinen zu lassen. Achte darauf, diese wenn möglich gegenüber von Fenstern oder hellen Wänden zu platzieren – dann wird die Wirkung noch verstärkt.

  6. Schaffe eine zweite Ebene.

    Gehört die Wohnung Dir oder ist Dein Vermieter ein sehr aufgeschlossener Mensch, kannst Du ihm anbieten ein Podest in die Wohnung zu bauen.
    Mittels Podest schaffst Du ein zweites Zimmer und kannst sehr deutlich räumlich trennen.
    Vielleicht lassen sich ja in dieses Podest sogar Schubladen für Stauraum integrieren?

  7. Weniger ist mehr.

    Diese Ansage gilt nicht nur für die Menge an Möbeln und Dingen, sondern auch für die Größe. So passt eben in eine Einzimmerwohnung kein L-förmiges Sofa, sondern eben nur ein Zweisitzer!
    Es gilt: Hast Du weniger Zeug das in der Wohnung rumfliegt, bleibt Dir mehr Platz.
    Stichwort Minimalistisch wohnen: Lasse für jedes Ding, das in die Wohnung wandert, eines gehen.

  8. Plane hoch hinaus!

    Klar, der Platz auf dem Boden ist begrenzt. Glücklicherweise gibt es da noch viel mehr – nämlich in die Höhe! So sorgst Du nicht nur für Platz in der Wohnung, sondern hast auch noch für Dekoration an der Wand gesorgt.
    Nur ein paar Beispiele von Gegenständen, die hoch wandern dürfen:

    • Küchenbesteck an Magnetleiste
    • Fahrrad
    • Gitarre
    • Töpfe und Pfannen an eine Aufhängung über dem Herd
  9. Lass Lichter aufgehen.

    Größentechnisch tricksen kannst Du außerdem mit der Beleuchtung.
    Bei Wohnungen mit hohen Decken solltest Du auf Tischleuchten oder Bodenleuchten setzen. Deckenleuchten hingegen verlängern den Raum nach oben.
    Setze außerdem statt auf eine Beleuchtungsstelle auf mehrere Lampe über den Raum verteilt.

  10. Vergiss deinen Balkon nicht.

    Hast Du das große Glück zu deiner Einzimmerwohnung einen Balkon dazu ergattert zu haben, solltest Du diesen Platz “gewinnbringend” nutzen.
    Richte Dir dort zum Beispiel eine Leseecke oder Essecke ein.

  11. Nutze jeden Stauraum.

    Stauraum ist fast überall zu finden – sei es der Fußraum der Couch, der Bettkasten, die Schubladen vom Couchtisch, Schubladen von einem Podest, hängende Wandregale, gut versteckte Einbauschränke bei Schrägen oder Ecken.
    Suche Stauraum nicht nur an offensichtlichen Plätzen – siehe Tipp 8.

  12. Stimme Möbel farblich ab.

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    Halte dein Mobiliar im gleichen Farbton wie Deine Wände oder streiche sie entsprechend an. Optisch fallen diese Stücke nicht mehr ins Gewicht – sie sind unsichtbar geworden.
    Deine Wohnung wirkt, als wäre viel mehr Platz vorhanden!

  13. Nutze Schrägen im Dachgeschoss.

    Befindet sich Deine Wohnung im Dachgeschoss, ist das kein Anlass zur Verzweiflung. Nutze die Schrägen zu deinem Vorteil und Investiere in ein, zwei Einbauschränke, die Platz für Deine Sachen bieten.

Passende Möbelstücke für Deine Bude

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Um eine Einzimmerwohnung clever einrichten zu können, braucht es die passenden Möbel.
Ergo: Möbel für Wohnungen mit wenig Platz.
Vermeide wuchtige, schwere Möbel zu kaufen. Sie lassen Deine Wohnung nicht nur überladen und beengt wirken, sondern lassen sich auch nur schwer umstellen.
Gerade in kleiner Wohnung braucht es Flexibilität.

Investiere lieber in durchlässig wirkende Möbelstücke, durch die man sozusagen hindurch schauen kann. Sie lassen Deine Wohnung luftig wirken.

Auch Möbel in einem Farbton mit der Wand haben sich bewährt.
Sie werden für das Auge nahezu unsichtbar, sodass der Raum nicht überfüllt wirkt.

Besonders clever ist es auf wenige, aber multifunktionale Möbel zu setzen.
Sie erfüllen mehrere Funktionen in einem Zug (schlafen / entspannen, essen / arbeiten) und nehmen so weniger Platz weg.

Im Folgenden findest Du eine Auflistung von Mobiliar, das sich für Einzimmerwohnungen eignet:

  • Küchentheke mit Barhockern, die als Esstisch und Arbeitsfläche genutzt werden können
  • Schlafsofa
  • Schreibtische, die sich auch als Esstisch verwenden lassen
  • Sekretäre, die Stauraum und Schreibfläche bieten
  • Couch mit Fußraum
  • Betten mit Bettkasten für Bettwäsche und Kleidung
  • Klappbetten, die tagsüber keinen Platz wegnehmen
  • Rollbare Boxen, die Du als Couchtisch und Stauraum nutzen kannst
  • Hochbett, um unter diesem einen Arbeitsplatz einrichten zu können
  • Durchlässige Möbel statt massiver Klötze: Ghost Chair, Drahtstühle
  • Arbeiten und streamen mit einem Laptop statt Computer und Fernseher
  • Beistelltisch mit Schublade und Fächern
  • Hocker statt großer Büro- oder Esszimmerstühle
  • Klapptisch, der wenn nicht gebraucht, an der Wand hängt
  • Pouf, der als Hocker und Couchtisch verwendet werden kann

Planen, Planen, Planen: Online Raumplaner für Deine Einzimmerwohnung

Wie Du ja jetzt bereits weißt, ist Planung die halbe Miete.
Damit Du nicht Deine ganze Energie und Nerven aufs Möbel rücken vergeudest, richte doch lieber Deine Einzimmerwohnung vorab theoretisch ein.
Dazu brauchst Du kein Papier, sondern nur einen virtuellen Raumplaner, wie z.B. Room Sketcher.

Die App kannst Du herunterladen oder online nutzen und so Deine Wohnung in 2D oder 3D einrichten.

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