Das A und O in einer jeden Küche ist ein hochwertiges und scharfes Messerset. Damit Sie an Ihren Küchenmessern lange Freude haben, müssen sie sicher und geschützt aufbewahrt werden. Liegen Ihre Kochmesser zusammen mit anderem Küchenbesteck in einer Schublade, können die Klingen leicht abstumpfen und werden unscharf. Besser und schonender ist hierbei die Aufbewahrung in einem Messerblock. Hier werden die Messerklingen bestens geschützt und bleiben länger scharf.

Die Wahl der richtigen Messer

Steakmesser, Fischmesser und Schälmesser – beim Kauf eines Messersets ist die Auswahl groß, doch welche Küchenmesser benötigt man wirklich? Um wie ein Profi zu kochen, sollte man auf diese Messer nicht verzichten:

Das Kochmesser ist das Universalmesser in der Küche. Von Fleisch über Fisch bis hin zu Gemüse schneidet es fast alles. Die Standardlänge liegt bei etwa 20 Zentimeter.

Das Brotmesser ist ein Messer mit Wellenschliff, das in keinem Haushalt und in keinem Messerset fehlen sollte. Da sich Brot mit einer glatten Klinge nur schwer schneiden lässt, ist dieses Küchenutensil ideal.

Ein kleines, handliches Allzweckmesser ist das Officemesser. Es eignet sich bestens zum schneiden von kleinem Gemüse oder zum schälen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Küchenmessers achten?

Jeder Hobbykoch kann bestätigen, dass mit einem hochwertigen Messerset das Kochen einfach mehr Spaß macht. Aber woran erkennt man ein gutes Kochmesser? Auf folgende Punkte sollten Sie beim Messerkauf achten:

  1. Das Material der Klinge: Sehr robust und stabil sind Messer aus nichtrostendem Edelstahl, noch präziser schneiden aber Küchenmesser aus Flussstahl. Allerdings sollte man bei ihnen – anders als bei Edelstahlmessern – den Kontakt zu Säuren vermeiden.
  2. Die Qualität der Klinge: Sie sollte stabil, aber nicht zu breit sein. Besonders wichtig ist, dass die Schneide glatt und gleichmäßig ist.
  3. Der Griff: Er sollte gut und sicher in der Hand liegen: Bei Messersets mit einem Kunststoffgriff sollte man darauf achten, dass dieser spülmaschinenfest ist. Küchenmesser mit Holzgriff benötigen mehr Pflege, damit das Holz nicht abnutzt.
  4. Die Verarbeitung: Die Klinge und der Messergriff sollten fest und stabil miteinander verbunden sein.

Die richtige Pflege Ihres Messersets

Damit Ihre Küchenmesser Ihnen lange Freude bereiten, müssen diese sorgfältig gepflegt werden. Doch was gibt es bei Gebrauch und Reinigung eines Küchenmessers zu beachten?

  1. Die aggressiven Salze in einer Spülmaschine fördern den Verschleiß bei hochwertigen Messern. Daher sollten Sie Ihr Messerset – wenn möglich – von Hand spülen.  
  2. Um Rostbildung zu vermeiden, sollten Sie die Messer nach dem Gebrauch zeitnah abspülen und abtrocknen. Vermeiden Sie es, sie lange im Spülwasser liegen zu lassen.
  3. Die ideale Schneideunterlage besteht aus weichen Materialien wie Holz oder Kunststoff. Die Klinge sollte leicht in die Unterlage hineinschneiden können. Verwendet man das Messerset auf harten Materialien wie Stein oder Glas, nutzt es sich schneller ab und stumpft ab.
  4. Bei der Aufbewahrung Ihres Messersets sollten Sie darauf achten, dass die Messerklingen nicht mit anderen Küchenutensilien in Kontakt kommen. Idealerweise verwendet man hierzu einen Messerblock oder eine Magnetleiste.

Tipps zum Schleifen von Küchenmessern

Auch die besten Messer nutzen sich mit der Zeit ab. Damit sie wieder scharf werden, müssen sie geschliffen werden.

Um die Klinge Ihres Messer zu testen, gibt es einen einfachen Trick: Falls Sie beim Aufschneiden einer Zwiebel weinen müssen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass Ihr Messer abgestumpft ist. Ein stumpfes Küchenmesser drückt – anders als ein scharfes – die ätherischen Öle aus der Zwiebel heraus. Ein scharfes Kochmesser durchschneidet die Zwiebel mit einem glatten Schnitt.

Beim Schneiden mit einem Küchenmesser entsteht ein Grat an der Klinge. Damit Ihr Messerset scharf bleibt, müssen die Messerklingen regelmäßig entgratet werden. Hierzu eignet sich ein sogenannter Wetzstahl, mit dem man den Grat an der Klinge abzieht. Allerdings sollte man beachten, dass sich am Schliff der Messerklinge hierbei nichts ändert – das Messer wird nicht geschärft. Ist ein Küchenmesser bereits stumpf, hilft auch das entgraten nicht mehr.

Wie funktioniert das entgraten? Hierbei halten Sie in der einen Hand den Wetzstahl, in der anderen das Messer. Ziehen Sie das Küchenmesser in einem Winkel zwischen zwischen 15 und 20 Grad am Wetzstahl entlang – beginnend mit dem unteren Teil der Klinge, der sich näher am Griff befindet.

Beachten sollte man außerdem, dass man nur europäische Stahlmesser entgratet. Bei japanischem Stahl oder bei Keramikmessern würde man das Messer beschädigen.

Ist ein Messer bereits abgestumpft muss es mithilfe eines Schleifsteins geschliffen werden. Im ersten Schritt muss hierbei der Stein für mindestens 15 Minuten gewässert werden, da der Schleifvorgang nur mit einem nassen Schleifstein funktioniert. Ziehen Sie das Messer auch hier in einem Winkel von 15 bis 20 Grad über den Stein. Besonders beachten sollten Sie hierbei die Art Ihrer Messerklinge. Hat es eine einseitige Klinge liegt das Schleifverhältnis bei acht zu zwei.  Das heißt – wenn Sie die geschliffene Seite acht mal mit dem Schleifstein bearbeitet haben – müssen Sie dies mit der ungeschliffenen zwei mal machen. Das Verhältnis bei beidseitig geschliffenen Messerklingen liegt bei sechs zu zwei.

Falls Sie sich das Schleifen eines Küchenmessers nicht zutrauen sollten können Sie dies selbstverständlich auch einem Fachmann überlassen. Die Kosten hierfür liegen zwischen drei und zehn Euro.